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Ein (großes) Stück Heimat, Kalahari Trüffel & ein besonderes Fest – Teil I

So oder so ähnlich lässt sich wohl das Erlebte der vergangen Tage zusammenfassen.     Aber nun ganz von vorne:

Anfangen sollte ich wohl 1932 in Tsumeb, als Mburumba Kerina das Licht der Welt erblickte. Ein Kind, dessen Vorfahren bereits  1846  ins  südliche Afrika kamen. Kerina ist ein Nachfahre des Händlers, Jägers & Abenteurers, Frederick Thomas Green. Dieser stammte wiederum ursprünglich aus Kanada und kam über Umwege final ins Damaraland in Namibia. Der Nachname Green wurde von den Hereros über Generationen hinweg falsch ausgesprochen und so nach und nach zu Kerina. Laut eigenen Angaben fließt durch seine Adern sowohl englisches & deutsches Blut, sowie das von Ovambos und Hereros. Letztere Bevölkerungsgruppe soll später noch eine zentrale Rolle spielen.

Aber mehr zu Kerinas Leben: In Walvis Bay aufgewachsen, in Windhoek zur Schule gegangen, druch mehrere glückliche Umstände in der Lage gewesen in den USA zu studieren und seinen PHD hat Kerina 1962 in Indonesien erlangt.

Man kann die ersten 30 Jahre seines Lebens also durchaus als bewegt bezeichnen. Nach einem Gespräch mit dem damaligen indonesischen Presidenten kam dort wohl auch zum ersten Mal der Gedanke auf, seinem Heimatland einen neuen Namen zu geben. In einem Interview meinte er dazu, dass “nur Hunde und Sklaven von ihren Herren benannt werden” und deswegen Süd-West Afrika einen neuen Namen bräuchte. Kein leichtes Unterfangen in einem Land in dem so viele unterschiedliche Ethnien zusammenleben. Kerina setzte sich auch bei den Vereinten Nationen für die Unahängigkeit Süd-West Afrikas ein. In diesem Zusammenhang entwickelte sich hier auch der Name Namibia.

Soweit so gut, soviel zum Prof, wie er hier von allen genannt wird. Das Land links über Südafrika wurde unabhängig, viele Jahre gingen ins Land und die Namibier vergaßen ihren Namensgeber.

Es sollte noch einige Zeit vergehen, bis Manni Goldbeck auf die Geschichte des engagierten Porfessors stieß und für die Gondwana Collection ein Video erstellen ließ. Darin erzählt der Prof. seine Geschichte und wie er auf den Namen Namibia kam. Die Resonanz war überwältigend und der Staat entlohnte Ihn (wenn auch reichlich verspätet) mit einem schönen Haus in Windhoek und einer eigenen Farm.

Happy End ?

Canyon Klipspringer Trail – Teil II

Bereits kurz nach Sonnenaufgang versammelten sich alle beim Frühstück und nach frischem Kaffee und Rusks konnte es auch schon losgehen. Wir fuhren ungefähr eine ¾ Stunde, bis wir an einem kleinen Zufluss des Löwen Rivers abgesetzt wurden. Ab dann ging es Richtung Camp Battlesnake, dem Quartier für die erste Nacht. Es standen uns 14 Kilometer durch den Canyon bevor. Nach einer knappen halben Stunde hatten wir bereits die erste Begegnung mit einem Bewohner des Canyons. Eine Puffotter begrüßte uns fauchend, als wir knapp 2 Meter entfernt von ihr vorbeiliefen. Wir durchquerten tiefe Schluchten und kletterten ein paar ausgetrocknete Wasserfälle hinunter, bis wir schließlich an der Mündung des Löwen Rivers ankamen. Dort legten wir eine längere Pause ein, bevor wir dann dann wieder dem Canyon folgten. Nach einigen Flussüberquerungen kamen wir an die Stelle, an der wir wieder den Canyon verlassen sollten. Der Weg zum Rand führt uns an eine mehrere Meter hohe Felswand. Geschickter Weise befand sich hier eine Leiter, über die wir den Canyon verlassen konnten. Die restliche Strecke verlief entlang des Canyonrandes und führte uns dann zum Camp. Jeder konnte sich eine der kleinen Hütten aussuchen und wir versammelten uns gegen später wieder, um gemeinsam zu grillen. Es ist wirklich ein Luxus nach einer langen Wanderung am Camp anzukommen und Grillfleisch, sowie kaltes Bier in Kühlboxen vorzufinden. Die warme Dusche und noch dazu die Aussicht auf den Canyons – einfach unbezahlbar. Erschöpft von der Wanderung, hielt es keiner all zu lange am Lagerfeuer aus & gegen 22 Uhr waren alle bereits im Bett. Tag 1 der Wanderung, und damit auch der längste Abschnitt der Wanderung, war damit beendet.

Bei Sonnenaufgang wachten die meisten auf. Nicht weil man unbedingt ausgeschlafen war, sondern vor allem um sich das Spektakel nicht entgehen zu lassen. Der Sonnenauf- und untergang am Canyon ist wirklich ein unvergessliches Erlebniss. Als ich die Küche betrat, köchelte bereits das heiße Wasser für den Kaffe auf dem Gasherd. Was will man mehr? Nach dem Frühstück, ging es dann auch schon wieder los. Wir bahnten uns den Weg in den Canyon und folgten hierbei einem alten Zebrapfad. Beim Abstieg ist wirklich Vorsicht geboten, aber man erreicht recht schnell das Flussbett. Als wir wieder dem Fluss folgten, kamen wir an Felsgravuren und Steinkraale vorbei.  Letztere wurden von den früheren Bewohnern des Canyons genutzt wurden, um ihre Ziegen vor Raubtieren in der Nacht zu schützen.

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Nach ein paar Flussüberquerungen und einer kurzen Badepause waren wir auch schon am Koelkrans Camp angekommen. Es befindet sich auf der linken Seite des Flusses im Schatten einer Felswand. Den restlichen Tag verbrachten wir mit einer Paddelboottour, einem Abstecher zur Tamatie Kloof und gegen später ging es zum Sundowner auf den “Hausberg”. Von der Küche aus führt ein kleiner Pfad zu einer Steinbank von der man eine wunderschöne Aussicht hat. Der perfekte Abschluss für die heutige Etappe.

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Koelkrans Camp

Tag 3 begann wieder bei Sonnenaufgang. Leider bemerkte ich erst jetzt, dass es hilfreich gewesen wäre das Mosquitospray zu benutzen… Unsere Sachen waren schnell in den großen Transportbehältern verstaut und so konnten wir auch wieder starten. Die letzte Etappe mit ihren 9km gingen wir sehr ruhig an. Ich speicherte, wie auch schon an den Tagen zuvor, die Koordinaten der wichtigsten Wegpunkte auf dieser Etappe. Die Punkte sollen den Wandergruppen in der Zukunft bei der besseren Orientierung helfen.

File 30.05.17, 14 34 24Nach einiger Zeit konnte man auch schon das Quartiert für die letzte Nacht am Rand des Canyons erblicken: Das Horseshoe Camp. Spätestens dann wurde einem auch bewusst, dass die anstrengenste Passage erst noch bevorstand. Die einzige Möglichkeit um den Canyon an dieser Stelle zu verlassen, ist ein alter Zebrapfad. Dieser führt recht kompromisslos und direkt zum Rand es Canyons.  Der Aufstieg ist zwar in 20 Minuten zu bewältigen – die haben es aber in sich. Oben einmal angekommen, dauert es noch eine ganze Weile bis man endlich am Camp angekommen ist. Das Horseshoe Camp verdankt seinen Namen, den im Halbkreis angeordneten Hütten. Von hier aus kann man noch einen kurzen Ausflug zu einem ausgetrockneten Wasserfall machen, welcher häufig von Tieren frequentiert wird. Die Unterkunft, direkt am Rande des Canyons, ist  wirklich der perfekte Ort um die Wanderung ausklingen zu lassen. Der Blick von den Duschen in den Canyon hinunter sucht seines Gleichen.

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Eine der Hütten des Horseshoe Camps

Der Canyon Klipspringer Trail ist wirklich ein einmaliges Erlebnis. Die relativ kurzen Distanzen von Camp zu Camp ermöglichen es einem den Canyon auf eine ganz andere Art und Weise erleben zu können. Hier kann man sich wirklich die Zeit nehmen und den Canyon richtig genießen. Wer natürlich eine physische Herausforderung sucht, sollte wohl eher die klassische Route ab Hobas in Betracht ziehen. Der Canyon Klipspringer Trail ist nichts desto trotz eine Alternative die sich sehen lassen kann.

Der Canyon Klipspringer Trail – Teil I

Wer in Namibia wandern möchte, muss es schon wirklich wollen. Landschaftlich zwar absolut reizvoll, aber das Klima bietet bei weitem nicht die optimalen Voraussetztungen. Der mitteleuropäische Wanderliebhaber ist da Anderes gewohnt. Schon wenige Stunden nach Sonnenaufgang in den Sommermonaten wird es bereits sehr heiß. In der Dunkelheit wandert es sich nicht besonders gut und es kann empfindlich kalt werden. Mittlerweile gibt es zwar im ganzen Land einige Touren, aber für den, der im Fish River Canyon wandern wollte,  gab es vermeindlich nur eine Option: Die klassische Route von Hobas nach Ai-Ais, 5 Tage, Campen im Canyon & die komplette Ausrüstung muss selber getragen werden. Für Touristen, welche aus Übersee nach Namibia kommen & sich bevorzugt mit Mietwagen und Dachzelt durch die Gegend bewegen, ist das keine wirkliche Option. Wie gesagt: Möglich –  ja, aber es hätte einem schon sehr viel daran liegen müssen. Diejenigen, welche etwas intensivere Nachforschungen bezüglich dem ‘Fish River Canyon Hike’ angestellt hatten, sollten früher oder später auf den ‘Mule Trail Hike” gestoßen sein. Eine bequeme Alternative: Die Wanderung umfasste 3 Nächte, wobei eine Eselskaravane alle persönlichen Gegenstände durch den Canyon transportierte. Nachdem die Esel nun ihren wohlverdienten Ruhestand angetreten haben, gibt es eine neue Möglichkeit den Canyon zu erleben: Den Canyon Klipspringer Trail. Diese Wanderung wird durch Slackpacking sehr komfortabel & unkompliziert gemacht. Also die perfekte Möglichkeit für Touristen den Fish River Canyon zu erkunden.

Im Rahmen der Vermarktung dieses neuen Trails, eröffnete sich mir die Möglichkeit, diese Wanderung miterleben zu dürfen:

Ich trat meine Reise von Windhoek aus an und fuhr erstmal bis Anib. Die neu renovierte Lodge, gefällt mir sehr gut und es ist der perfekte Zwischenstop, wenn man in den Süden will oder von dort kommt. Nach einer Stärkung am Frühstücksbuffet am nächsten Morgen ging es dann zur Canyon Lodge – der Mutter der Gondwana Lodges.

Zugegeben: Das Wetter hätte besser sein können, aber die Aussicht war dennoch einmalig.

Zugegeben: Das Wetter hätte besser sein können, aber die Aussicht war dennoch einmalig.

Nach einer langen Fahrt durch eine sehr monotone und karge Landschaft offenbart sich die Canyon Lodge als idyllisches Paradies, fern ab von jeglichem Alltagsstress. Bis dato meine Lieblingslodge. Hier sollte ich also noch einen Abend verbringen, um mich mit einer Autorin zu treffen, welche über die Wanderung schreiben würde. Ron Swilling is gebürtige Südafrikanerin und schreibt vor allem über das Reisen im südlichen Afrika.

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Der Blick vom Bett

Am nächsten Tag ging es noch nach Hobas, zu den Aussichtspunkten am Canyon. Danach legten wir noch einen Stop im Roadhouse ein, was ich jedem Besucher des Canyons auch nur wärmstens empfehlen kann. Das Klipspringer Base Camp erreichten wir pünktlich zum Sundowner. Der Rest wartete dort bereits auf uns. Es wurde noch zusammen gegrillt und es blieb genug Zeit, um sich gegenseitig kennenzulernen. Wir waren insgesamt sieben Personen: Meg, Stef & Brooke – drei Freundinnen, welche gerade eine Reise durch Namibia machten, Evelyn – eine alleinerziehende Mutter aus Windhoek mittleren Alters, Cecil – unser Guide, Ron und meine Wenigkeit.

TBC

 

Die Etosha Safari Lodge (1) – ein Reisebericht

Teil 2

Tag 4
POA:
6 Uhr Aufstehen
6:30 Uhr Treffpunkt
ca. 7 Uhr Abfahrt Richtung Otjiwarongo
14 Uhr Abfahrt von Otjiwarongo Richtung Etosha Safari Lodge  

Zwar hatte unser Fahrer wohl verschlafen, aber wir konnten dennoch relativ pünktlich starten. Mit den Angestellten, die nun ihre freie Woche vor Sicht hatten, fuhren wir Richtung Outjo. Dort angekommen, stiegen wir auf einen anderen Truck und von da aus ging es nach Otjiwarongo, wo wir gegen 10 Uhr ankamen. Nun hieß es also sich bis 14 Uhr die Beine zu vertreten. Da es in Otji tatsächlich nicht all zu viel zu sehen gibt, entscheid ich mich dazu ein Café in der Nähe des Sammelpunktes aufzusuchen. Die Zeit verging schneller als gedacht und um 14 Uhr ging es dann wieder Richtung Outjo. Es wurden noch einige Lebensmitteln und sonstige Versorgungsgüter eingeladen. Die neuen Angestellten die in Otjiwarongo zugestiegen waren, deckten sich noch mit einigen Dingen ein, welche sie für ihre Zeit auf der Lodge benötigten. Voll beladen ging es dann endlich Richtung Etosha. Die aufziehenden Regenwolken kreuzten glücklicherweise nicht den Weg unseres Safariautos. Es wäre sonst etwas ungemütlich geworden. Gegen 18 Uhr kamen wir am Etosha Safari Camp an und luden einen Teil der Lebensmittel aus. Auch der Großteil der Angestellten stieg hier aus. Für uns Praktikanten sollte es weiter zur Etosha Safari Lodge gehen. Dort kamen wir auch wenig später an. Jetzt setzte auch der Regen langsam ein – gutes Timing. Wie bereits auf der Damara Mopane Lodge wurden wir vom Manager empfangen, den Angestellten vorgestellt und kurz durch das Hauptgebäude mit Küche, Essbereich & Aussichtsdeck geführt. Das Panorama (siehe oben) war wirklich kaum zu schlagen. Danach durften wir zu unseren Bungalows.

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Bereits beim Betreten fällt der erste Blick direkt auf die Fensterfront des Häuschens, von wo man eine wunderschöne Aussicht auf das tiefer liegende Umland der Lodge genießen kann. Der Bungalow verfügt über eine kleine Terrasse, ein großes Doppelbett & die entsprechende sonstige Möblierung für zwei Personen. Eine Besonderheit der Unterkunft ist definitiv die „Dusche“. Dem Safari-Thema entsprechend ist diese in Anlehnung an eine Außendusche konzipiert und nimmt quasi den kompletten Bereich um das Waschbecken im Badezimmer ein. Also ein ganzer Duschraum. Eine Außenduschen nur indoor – das hatte ich so auch noch nicht gesehen. Aber die Idee gefiel mir. Nachdem die Unterkunft in Augenschein genommen war, ging es wie (mittlerweile) gewohnt zum Buffet. Sowohl Service als auch das Essen und die Location an sich, waren hier mindesten genau so ausgezeichnet wie in der vorherigen Lodge. Generell ist die Lodge in Etosha mit ihren über 60 Einheiten etwas größer, sowohl auf die Kapazität an Betten, als auch auf die Fläche der Anlage bezogen. Die weitläufige Verteilung der Bungalows schützt die eigene Privatsphäre. Wenn man morgens vom Bett aus die ersten Sonnenstrahlen genießt, kann man wirklich auf den Gedanken kommen man wäre der einzige Gast der Lodge.

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Tag 5
Der fünfte Tag sollte ganz im Zeichen der Lodge stehen. Ich startete etwas später als sonst in den Tag, was den Nebeneffekt hatte, dass es nur eine Hand voll Frühstücksgäste zu diesem Zeitpunkt gab. Nach dem Frühstück sichtete ich die Fotos und rekapitulierte die letzten Tage. Die meiste Zeit verbrachte ich auf der Aussichtsplattform der Anlage – bei Weitem nicht der schlechteste Arbeitsplatz den man haben kann. So plätscherte der Tag vor sich hin und man traf sich abends wieder zum Buffet.

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Die Damara Mopane Lodge by Gondwana – ein Reisebericht

Nach einer knappen Woche geht es für mich auch schon für 7 Tage auf 2 der 17 Lodges, welche die Gondwana Collection mittlerweile umfasst. Um mir direkt ein besseres Bild von der Arbeit vor Ort auf den Lodges machen zu können werde ich also nun „Urlaub“ machen – auch nicht schlecht. Also schnell alles Nötige zusammensuchen:

•ein paar Sachen zum anziehen

•Sonnencreme (!)

•Wanderschuhe

•Proviant für die Pad (Weg)

•…

Tag 1:

Pünktlich um 9 Uhr (African Time) sollte es also losgehen. Sprich frühestens um 10 Uhr oder eben irgendwann im Verlaufe des Vormittags. Überraschenderweise kam noch eine neue Praktikantin dazu, um so besser! Als die Sonne dann im Zenit stand, setzten sich die Reifen des LKWs in Gang und unsere über 400km lange Fahrt begann. Der Fahrer des Transporters, Dennis, arbeitete bereits seit über 3 Jahren für Gondwana & war schon früh am Morgen nach Windhoek aufgebrochen. Da er die Strecke in der Woche mehrfach fahren darf, kannte er sie natürlich schon auswendig. Die Entfernung von jeder Stadt auf unserem Weg zur nächsten kannte er aus dem Effeff.
Es war beeindruckend die sonst so karge Landschaft nun mal in sattem Grün erstrahlen zu sehen. Manche der Flüsse führten sogar noch Wasser, was Dennis mehrfach mit Erstaunen bemerkte. 5 1/2 h und 2 Tankstops später fuhren wir durch das Eingangstor der Damara Mopane Lodge. Erst einmal angekommen wurden wir dem Staff vorgestellt & zu unseren Unterkünften gebracht. Die 60 Häuschen der Lodge sind im Halbkreis um den riesigen Pool der Anlage angeordnet. Vor der Veranda einer jeden Unterkunft liegt ein eigener Garten wo die unterschiedlichsten Gemüsesorten, Kräuter & Blumen angepflanzt werden. Die Häuser selbst sind modern und geräumig eingerichtet und lassen eigentlich keine Wünsche offen: eine große ebenerdige Dusche, ein breites Doppelbett, Klimaanlage & ein Safe in dem man auch gut Kamera + Laptop unterbringen kann. Es wird einem also ermöglicht die Zeit auf der Lodge auf eine sehr angenehme Art & Weise zu verbringen. Nachdem wir uns alle eingerichtet hatten, ging es auch schon zum Buffet & was soll ich sagen. Neben diversen Fleischgerichten gab es etliche Beilagen von denen eine besser als die andere schmeckte. Das täglich wechselnde Buffet am Abend wird zum größten Teil aus lokalen Zutaten zubereitet, aber beschränkt sich nicht nur auf diese. Es ist also für jeden Geschmack etwas dabei. Bei einem Getränk an der hauseigenen Bar oder auf der „Sundowner“-Plattform, die sich etwas erhöht am Hang eines Berges befindet, kann man den Abend perfekt ausklingen lassen. Gesagt – getan. Dann aber auch ab ins Bett. Für den nächsten Tag hatten wir eine Wanderung geplant und wollte noch los bevor es zu heiß wurde.

Tag 2:

Wir hatten uns auf 7.30 am Hauptgebäude verabredet. Auch das Frühstücksbuffet ließ keine Wünsche offen: von allen möglichen Müslizutaten, über handgemachte Brötchen zu den Klassikern wie Bacon & Eggs hat es an nichts gefehlt. Frisch gestärkt ging es dann also in den Busch. Der Trampelpfad zog sich durch das umliegende Buschland der Lodge. Glücklicherweise war der Trail recht gut beschildert, auch wenn wir ab und an etwas länger suchen mussten um die nächste Markierung ausfindig zu machen. Die gelben Pfosten waren auch von größter Bedeutung, da wir ohne sie komplett die Orientierung verloren hätten. Die naheliegende Erhebung an der sich auch der Aussichtspunkt für den Sundowner befindet, diente aber immerhin als weiterer Anhaltspunkt. Gleich zu Beginn konnten wir eine Springbokherde ausmachen, diese sollte uns aber während unserer Wanderung nicht nochmal begegnen. Wir brauchten für den Hiking Trail etwas mehr als eine Stunde und dieser sollte wohl eher als ausgedehnter Spaziergang angesehen werden. Den Rest des Tages konnten wir frei in der Anlage verbringen, da es in der Lodge selber nicht all zu viel zu tun gab. Am Abend gab es wieder ein opulentes Buffet. Dieses Mal mit Oryx Steak, Hühnerfleisch, Couscous, Gemüse & vielem mehr.

Tag 3:

Heute wollten wir noch die andere Strecke, die auf der Homepage der Lodge genannt wird, ablaufen. Dieses mal war das Ziel der kleine Berg direkt neben der Lodge. Ausgeschrieben waren 2-3 Stunden, was für den kleinen Aufstieg sehr viel erschien. Oben erstmal angekommen zog sich der Pfad aber noch ein gutes Stück, bis er an eine Stelle führte, wo sich ein schönes Panorama auftat. Auch wenn es wohl schon Sichtungen von Schlangen auf der Strecke gab, lohnt sich der kurze Aufstieg auf jeden Fall. Die Aussicht von ganz oben bietet natürlich nochmal einen besseren Blick auf die ganze Landschaft (auch wenn diese zugegebenermaßen recht monoton erscheint). Ich würde den Rundweg aber trotzdem jedem empfehlen der die Zeit erübrigen kann. Wir haben knapp 2 Stunden (ohne größere Pausen) benötigt & Schlangen haben wir auch keine gesehen. 🙂 Nach der Wanderung ging es zur Abkühlung erstmal wieder in den Pool. Da viele Gäste der Lodge Teil einer Reisegruppe sind und diese tagsüber in der Regel Programmpunkte abarbeiten dürfen, trifft man Mittags nicht all zu viele Touristen auf der Anlage. Trotzdem biete die Küche eine kleine Auswahl an Salaten und Hauptgängen an, um es sich auch mittags gutgehen zu lassen. Gegen Abend durften wir den Service bei der Essensausgabe unterstützen und kamen so auch mit einigen Gästen ins Gespräch. Diese berichteten von ihren Erfahrungen, welche sie bist dato auf ihrer Reise gemacht hatten. Viele planten bereits ihren nächsten Trip ins südliche Afrika. Ein Stop in Namibia durfte aber natürlich nicht fehlen. Bedingt durch einen aufziehenden Sturm fiel nach dem Essen zwischenzeitlich der Strom auf der Lodge aus und wie das nunmal so ist, wollte der Generator auch nicht anspringen. Wie die Managerin der Lodge mir am nächsten Morgen aber sagte, „seien es genau diese Momente, welche die Arbeit für sie hier so interessant machten. Man sei eben auf sich alleine gestellt, müsste selber aktiv werden und könne sich nicht immer auf Hilfe von außerhalb verlassen.“ Wir haben die Managerin Steffi als sehr freundliche, offene und zuvorkommende Person kennengelernt und können jedem nur empfehlen, wenn sich die Möglichkeit bietet, mit ihr ins Gespräch zu kommen.
So ging auch der (hoffentlich nur vorerst) letzte Tag auf der Lodge zu Ende.

TBC

Warum Namibia das perfekte Land für ein Praktikum ist.

Auf Wiedersehen Namibia- kein Ende, ein Beginn!

Ob in den felsigen Schluchten des Fish River Canyon oder der marsähnlichen Landschaft am Oranje Fluss  bei Rosh Pinah…

Canyon Namibia

Canyon Namibia

…Über Klein- Aus zu den Dünen der Namib Wüste…

Düne am Sossusvlei

Düne am Sossusvlei

…an die Küste von Swakopmund, vorbei an den Robben von Cape Cross…

Kreuz Kap Robben

Kreuz Kap Robben

…kurz ins Wasser zum Surfen…

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The Delight Swakopmund Surf

…zurück in das Landesinnere ins Damara Land…

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Damara Mopane Lodge Sonnendeck

…nach kurzer Rast in den weltberühmten Etoscha Nationalpark…

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Etosha Safari Lodge

…weiter nördlich zum mächtigen Okavango Fluss und dem Sambesi…

…nach langer Fahrt vorbei an Windhoek und Rehoboth bis in die rote Kalahari Wüste…

Kalahari Anib Lodge Safari

Kalahari Anib Lodge Safari

…geht es nun zurück!

Wer die Möglichkeit hat dieses einzigartige Land und seine herzlichen Menschen zu besuchen sollte dies so schnell wie möglich tun. An manchen Orten scheint die Zeit stehen geblieben zu sein und an manchen wiederum findet man ein schnell pulsierendes Land, welches noch so viel Potential in sich trägt.

Hier grüßt man sich egal ob man sich kennt oder fremd ist und ein Lächeln öffnet alle Türen und Tore.

Einsamkeit, Zweisamkeit und Trubel findet man hier.

Viele sagen ganz Afrika ist in Namibia zu finden. In der Tierwelt von den Zebras, Giraffen und Elefanten bis hin zu den Springböcken. Aber auch an die 12 verschiedenen kulturellen Hintergründe und Stämme in den einzelnen Regionen Namibias mit ihrer eigenen Lebensart, Küche und Geschichte.

Englisch, Deutsch, Afrikaans und manchmal sogar Spanisch oder Portugiesisch wird zu hören sein.

Werde Teil dieser Kultur und lasse Dich inspirieren.

Auf Wiedersehen Namibia, bis sicher ganz bald!