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Der Kalahari Park Game Count 2017

Eine jährlich stattfindende Tradition der Godnwana Colletion ist es, den Wildbestand in den einzelnen Parks zu erfassen. Diese Erhebung ist freiwillig und dient dazu, sich ein genaueres Bild über die aktuellen Bestände vor Ort verschaffen zu können. Vergangenes Wochenende fand diese Zählung auf der Kalahari Anib Lodge statt.

Ich fuhr mit Kollegen am Freitagnachmittag von Windhoek aus Richtung Anib. Alles verlief nach Plan, 2,5h später kamen wir am Eingangstor der Lodge an und wurden freundlich begrüßt. Der Rest der “Game-Count-Truppe” war bereits eingetroffen: Ein Großteil bestand aus langjährigen Shareholdern der Gondwana Collection, dann waren noch ein paar Guides von der Lodge als Fahrer eingeplant, ein professioneller Fotograf und wir vier Kollegen aus der Zentrale in Windhoek. Zuerst durften wir unsere Zimmer beziehen und dann gab es ein kurzes Briefing. Wir wurden mit den grundlegenden Regeln vertraut gemacht und dem Rest der Mannschaft vorgestellt. Bei der Zählung fährt man jedes Jahr die selben Routen ab und notiert dabei alle relevanten Informationen. Ferngläser waren nicht gestattet, da dies die Zählung verfälschen könnte. Zudem sollten sowohl am Samtagmorgen, als auch am Sonntag eine Zählung stattfinden, um eine höhere Genauigkeit zu erreichen. Insgesamt waren wir wohl über 20 Personen. Beim gemeinsamen Abendessen kam man ins Gespräch und es wurde viel über die Game Counts der vergangenen Jahre diskutiert. Natürlich wurden auch erste Schätzungen über die Veränderungen der Bestände abgegeben. Das Essen war (wie immer) fantastisch und es blieben keinerlei Wünsche offen. Im Anschluss verbrachte ich noch einige Zeit am Lagerfeuer, aber all zu “alt” wurde ich an diesem ersten Abend auch nicht, da der nächste Tag um 5.30 Uhr losgehen sollte.

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Leicht verschlafen fanden sich am nächsten Morgen alle an der Rezeption ein und stareten den Tag mit Kaffee und Rusks. Es gab mehrere Routen und wir wurden auf insgesamt fünf verschiedene Fahrzeuge verteilt. In unserem Fahrzeug saß Manni hinter dem Steuer & gegen Viertel vor 6 fuhren wir zum Startpunkt unserer Route. Punkt 7 Uhr startete die Wildtierzählung. Unsere Route verlief dabei in einem ausgetrockneten Flussbett parallel zur ersten Düne der Kalahari. Der Fotograf verfolgte uns dabei mit einer Drone und konnte so beeindruckende Aufnahmen aus der Luft machen. Während unserer Tour liefen uns zahlreiche Springböcke, Kudus, Elands, Wildebeests und sogar ein paar Giraffen über den Weg. Alle Sichtungen wurden auf einem Formular samt Kilometerstand, Anzahl & Position vermerkt. Nach einer knappen Stunde war damit dann auch schon die erste Hälft unserer Erhebung beendet.

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Wir kamen gegen 10 Uhr wieder an der Lodge an und frühstückten gemeinsam. Den Rest des Tages verbrachte ich damit, Manni bei der Erstellung einer Präsentation zu helfen. Zum Sundowner liefen wir zu einer benachbarten Düne und beobachteten von dort das Naturschauspiel.

File 10.07.17, 12 08 59Als von der Sonne nichts mehr zu sehen war, versammelten sich alle am Lagerfeuer und es gab eine kurze Präsentation über die Game Counts in der Vergangenheit & die aktuellen Zahlen wurden präsentiert. Im Anschluss gab es zwischen den Dünen ein leckeres Buffet und man konnte dort den Abend ausklingen lassen.

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Der nächste Morgen und die damit verbundene Zählung verliefen recht identisch. Manni stellte eine neue “Bestzeit” für die Route auf und wir waren lange vor den anderen Zählern am Ende der Route angekommen. Genug Zeit um bereits ein Lagerfeuer vorzubereiten und mit dem Grillen zu beginnen. Pünktlich, als die letzte Gruppe eintraf, war das Grillgut fertig und es konnte gefrühstückt werden. Ein einmaliges Erlebnis zwischen den Dünen der Kalahari. Gegen später durfte ich noch eines der neuen E-Bikes testen und konnte so ohne große Anstrengung mit ca. 30 km/h durch die Kalahari fahren. So nahe kommt man den meisten Tieren normalerweise nicht. Das abschließende Briefing fand an der Bar statt und uns wurden die finalen Bestandszahlen genannt. Es gab eingie kleinere aber auch größere Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr, aber “nichts was einen beunruhigen müsste” laut der Managerin, Steffi. Somit konnten wir auch diesen Game Count erfolgreich beenden. Gegen Mittag traten wir unsere Rückreise an und kamen nach einem kurzen Stop in Rehoboth wieder in Windhoek an.

The Kalahari Experience

Tag 1

Mittwochvormittag: Ein normaler Arbeitstag beginnt (?). Gegen 7.50 komme ich im Büro an, gegen 8.30 kommt die Frage auf, ob ich am gleichen Tag noch mit auf eine Lodge im Süden des Landes fahren möchte. Ich muss nicht lange überlegen, bis meine Entscheidung feststeht. Also alles wieder zurück auf Start. Ich packe schnell meine sieben Sachen, damit es pünktlich um 11 Uhr bei Gondwana losgehen kann. Ich darf Manni,einer der Gründungsväter von Gondwana Collection, auf seiner Fahrt begleiten. Er ist auf dem Weg zum Kalahari Farmhouse, wo GC immer am Anfang des Jahres eine Fortbildung für Mitarbeiter mit hervorragenden Leistungen organisiert. Dieses recht junge Projekt fördert interne Mitarbeiter, um mehr Führungspositionen mit lokalem Personal besetzen zu können. Die Fahrt zur Lodge zeichnete sich aus durch lächerlich gerade Straßen, die sich bis zum Horizont erstrecken. Das Kalahari Farmhouse liegt gut 300 Kilometer (ca. 3h Fahrt) südöstlich von Windhoek. Zu erreichen ist sie ganz einfach über die B1 & C20. Die kleinen, im Farm-Stil gehaltenen, Häuschen bilden einen Ring um das Hauptgebäude. Die 11 Chalets verfügen alle über einen eigenen Kamin, sodass man auch im namibischen Winter nicht frieren muss. Ich frage mich tatsächlich ob ein Kamin hier überhaupt notwendig ist. Regelmäßig wird mir aber von ausgewanderten Deutschen berichtet, dass sie selten so gefroren hätten wie in ihrem ersten „Winter“ in Namibia. Das werde ich in den kommenden Monaten wohl oder übel noch am eigenen Leib erfahren. Innerhalb dieses Ovals aus Häusern befinden sich mehrere große Palmen und andere Bäume, welche der Lodge Schatten spenden – eine kleinen Oase am Rande der Kalahari. Dieses Paradies verdankt seine Existenz den artesischen Brunnen in der Gegend um Stampriet. Die natürlichen Wasserquellen ermöglichen auch die Üppigkeit der Vegetation auf der Farm. Das Farmhouse trägt seinen Namen auch nicht zu Unrecht. Von hier aus werden die übrigen Gondwana Lodges mit Fleisch, Käse & Gemüse versorgt. Wenn man das nicht weiß, wird es einem aber kaum weiter auffallen. Den Rest des Tages verbringe ich mit der Begehung des Geländes. Ab und an schaue ich auch bei der “Academy” vorbei. Geleitet wird die Veranstaltung von der HR-Managerin, welche ich bereits im Zuge meines Bewerbungsprozesses kennenlernen durfte und einer externen Mitarbeiterin. Gegen 19 Uhr gibt es im Restaurant ein gemeinsames Abendessen, bei dem ich mit einigen Seminarteilnehmer ins Gespräch komme. Es war sehr interessant zu sehen, von welchen Lodges die einzelnen Teilnehmer kamen. Einige wenige kannte ich noch von meinem letzten Trip. 

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Chalet, Kalahari Farmhouse

Tag 2

Da ich erst seit wenigen Wochen bei Gondwana bin, wollte ich heute die Chance nutzen und selbst an der “Academy” teilnehmen. Diese beginnt jeden Tag um 8 Uhr. Der für mich relevantere Teil sollte aber erst nach dem Mittagessen stattfinden. So hatte ich also vormittags noch genug Zeit, um die Anlage weiter zu erkunden und eine Weile am Pool zu verbringen. Nach dem gemeinsamen Mittagessen sollte es dann endlich auch für mich mit der “Academy” losgehen. Manni berichtete über die Anfänge von Gondwana am Fish River Canyon und das Rebranding, dass vor ein paar Jahren stattfand. Er ermöglichte uns Einblicke in den aktuellen Tourismus in Namibia, in Afrika und weltweit. Vier Stunden und mehrere (wirklich!) interessante Powerpointpräsentationen später, war das Seminar für heute beendet. Zum Abendessen fuhren Manni & ich dieses mal auf die nahegelegene Kalahari Anib Lodge. Danach ging es wieder zum Farmhouse und ich unterhielt mich noch eine Weile mit den Seminarteilnehmern. Die meisten waren auch sehr darum bemüht englisch miteinander zu reden, da meine Afrikaanskenntnisse noch recht bescheiden sind. Ich war – wieder einmal – beeindruckt von der Herzlichkeit der Namibier, mit der man hier in bestehende Cliquen aufgenommen wird.

Dinner Bufet auf der Kalahari Anib Lodge

Dinner Buffet auf der Kalahari Anib Lodge

Tag 3

Nach einem kurzen Frühstück durfte ich den restlichen Tag an der Fortbildung teilnehmen. Manni berichtet dieses Mal unter anderem von Gondwanas Marketingstrategien, was natürlich für mich von höchster Relevanz war. Dafür, dass es für mich eigentlich nicht geplant war an dem Seminar teilzunehmen, war der Inhalt nahezu perfekt auf meine Tätigkeit abgestimmt. Es sind wohl genau diese Zufälle, welche meine Zeit hier in Namibia so interessant & abwechslungsreich machen. It just works – somehow.  Gegen später war auf der Ani Lodge noch ein Sundowner Game Drive geplant. Während dem knapp dreistündigen Ausflug sahen wir in etwa so viele Tiere, wie während dem ganztägigem Game Drive im Etosha NP. Das hätte ich so auch nicht erwartet. wir entdeckten noch ein Straußenei, das unbeschützt im Busch lag. Wie unser guide uns erklärte, war es aber ein unbefruchtetes Ei, weswegen es auch in Ordnung war, es in die Hand zu nehmen. Pünktlich zum Sonnenuntergang erreichten wir eine Düne, von der wir eine wunderschöne Aussicht hatten.

Sundowner

Sonnenuntergang in der Kalahari

Straußenei

Ein Straußenei = ca. 24 Hühnereier

Mittlerweile kann ich mit gutem Gewissen behaupten, dass Gondwana seinen ganz eigenen Standart hat. Sei es Personal, Entertainment, Service, Unterkunft oder Verpflegung: das Gesamtpaket passt einfach und man wird nicht enttäuscht. Die Game Drives, welche ich während meiner letzten Reisen nach Namibia mitmachen durfte, waren zwar nicht schlecht, aber in der Regel nicht so gut wie die, der Gondwana-Guides. Es gelingt ihnen einfach spielend, eine Balance zwischen Fachwissen, Anekdoten & Spaß zu halten. Nach der Safari ging es noch zum Dinner Buffet. Dort blieben abermals kaum Wünsche offen. Meiner persönlichen Meinung nach, war das Essen auf der firsch renovierten Anib Lodge, bis jetzt sogar das beste der Lodges, welche ich bis dato besuchen durfte. (Klagen auf sehr sehr hohem Niveau.) Später setzte ich mich noch ans Lagerfeuer und traf auf ein paar Touristen, welche ich bereits von der Etosha Safari Lodge kannte. Sie berichteten mir, was sie seit dem noch alles erlebt hatten und waren sichtlicht betrübt darüber, dass es ihre (vorerst) letzte Nacht im Land sei. Namibia hatte eine weitere Gruppe in seinen Bann  gezogen wurden. Als sich auch die Letzten vom Lagerfeuer zurückzogen, ging ich zu meinem Zimmer und setzte mich noch eine Weile auf die Terasse, von wo ich mir den Sternehimmel anschaute. Es war wirklich zu beeindruckend um schlafen zu gehen.

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Tipp: Sundowner Game Drive

Tag 4

Direkt nach dem Frühstück ging es auch schon wieder los nach Windhoek. Während der Rückfahrt redete ich mit Manni über Gott und die Welt und die Zeit verging wie im Flug. Einen Tankstop und ein “Porkchop” später, waren wir auch schon wieder in der Hauptstadt. So ging auch diese Reise vorüber und ich freue mich schon auf die nächste.

Lively

Rückfahrt nach Windhoek

Das Kalahari Erlebnis in Namibia

Die Kalahari Wüste ist mit 1,2 Millionen Quadratkilometern einer der größten Sandwüsten der Erde. Auch Kgalagadi genannt, erstreckt sie sich von Namibia, über Simbabwe, Botswana und Angola. Charakteristisch für die Kalahari Wüste sind die roten Dünen.

Kalahari Wüste Rote Düne

Kalahari Wüste Rote Düne

Der rote Farbton des Sandes der Kalahari Wüste kommt von einer Eisenoxid (Rost) Hülle auf den Sandpartikeln. Ein Farbspiel was man gesehen haben muss!

Roter Wüsten Sand Kalahari

Roter Wüsten Sand Kalahari

Von der Kalahari Anib Lodge von Gondwana Collection kann man einen atemberaubenden Game Drive mit anschließendem Sundowner erleben.

Sundowner Kalahari Anib Lodge Gondwana Collection

Sundowner Kalahari Anib Lodge Gondwana Collection

Solltest Du die Möglichkeiten haben die Kalahari zu besuchen, nutze diese Chance unbedingt und lass dieses Farbspiel auf dich wirken.

Gute Pad und viel Spaß!

 

 

 

 

 

 

 

100 Jahre Allgemeine Zeitung, Windhoek

Die Allgemeine Zeitung ist 100 Jahre alt geworden. Moment, eine deutschsprachige Zeitung in Namibia? Das kulturelle Erbe Namibias ist sehr vielseitig. Neben den ca. 11 verschiedenen Völkern die in Namibia friedlich zusammenleben und die namibische Gesellschaft bilden, gibt es auch eine große Gemeinde an Namibiern mit Wurzeln aus Deutschland. Man trifft auf deutsche Straßenbezeichnungen, Namen und auch Kulinarisches aus der Heimat, aber auch eine Zeitung, die Ihren Sitz in Windhoek hat und mit Ihrem 100 jährigen Bestehen genug bewiesen hat, fest zum Alltag der Namibier zu gehören. Auf meiner Reise, zwischen den verschiedenen Stationen und Lodges in Namibia, habe ich mir sehr oft eine AZ geholt und mich z.B. in den hängenden Sitzen an der Kalahari Anib Lodge in die Nachrichten über Land und Leute vertieft.

#100 Jahre Allgemeine Zeitung

Allgemeine Zeitung 100 Jahre

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