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Zu Gast bei der Gondwana Familie

Ein ganzes halbes Jahr bei der Gondwana Collection. Wo soll ich nur anfangen…? Als die Air Namibia Maschine Ende Februar auf namibischen Boden landete, hatte ich noch keine konkrete Vorstellung davon, was in den kommenden Wochen & Monaten auf mich zukommen würde. Da die Praktikantenstelle nicht ausgeschrieben war, hatte ich auch keine Stellenbeschreibung vorliegen, welche mein Tätigkeitsfeld eingrenzen würde. Rückblickend verstehe ich nun auch wieso das der Fall war. Es ist schlicht und ergreifend nicht möglich das alles in ein paar Zeilen festzuhalten. Ich kann mich noch lebhaft an meinen ersten Tag erinnern, an dem ich allen vorgestellt wurde und mir meine ersten Aufgaben zugeteilt wurden. Nun ist dieser Tag schon wieder über 5 Monate her. Die Zeit verging wirklich wie im Flug. Ich hatte die Möglichkeit in verschiedenen Abteilungen zu arbeiten und bei vielen unterschiedlichen Projekten mitzuwirken. Einen Großteil meiner Arbeit durfte ich in Eigenregie erledigen und konnte so auch viel neues lernen. Die Zusammenarbeit mit meinen Kollegen hat mir wirklich Spaß gemacht und es gab immer irgendetwas zu tun. “Nur dumme Leute langweilen sich.” ist einer von Manni Goldbecks Lieblingssprüchen. Dahinter steckt eine Menge Wahrheit.

Da ich wirklich viel von Namibia sehen konnte (was ich nicht zuletzt Manni zu verdanken habe) werde ich nur auf ein paar Höhepunkte nennen. Die Hererohochzeit zählt auf jeden Fall zu einem dieser Höhepunkte.  3 Nächt im Busch campen, nebenher einen über 60 Jahre alten Mercedes reparieren, dem Kameramann hier und da aushelfen, um dann abends gemeinsam am Lagerfeuer den Tag ausklingen zu lassen.  Die einzigartigen Bräuche der Hereros und ihre Gastfreundschaft werden mir auf alle Fälle in Erinnerung bleiben.IMG_0619.JPG

Dann wäre da noch meine Zeit in der Sambesi-Region mit dem Ausflug zu den Victoriafällen, meine Wanderung im Fish River Canyon, die Nacht im Dune Star Camp und in Wegkruip. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es mir bei einem anderen Praktikum möglich gewesen wäre ein Land so zu erleben.

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Ich kann meine nächste Reise nach Namibia kaum erwarten und freue mich auf jeden Fall schon!

Vielen Dank für die einmalige Zeit,

Benedikt.

The Kalahari Experience

Tag 1

Mittwochvormittag: Ein normaler Arbeitstag beginnt (?). Gegen 7.50 komme ich im Büro an, gegen 8.30 kommt die Frage auf, ob ich am gleichen Tag noch mit auf eine Lodge im Süden des Landes fahren möchte. Ich muss nicht lange überlegen, bis meine Entscheidung feststeht. Also alles wieder zurück auf Start. Ich packe schnell meine sieben Sachen, damit es pünktlich um 11 Uhr bei Gondwana losgehen kann. Ich darf Manni,einer der Gründungsväter von Gondwana Collection, auf seiner Fahrt begleiten. Er ist auf dem Weg zum Kalahari Farmhouse, wo GC immer am Anfang des Jahres eine Fortbildung für Mitarbeiter mit hervorragenden Leistungen organisiert. Dieses recht junge Projekt fördert interne Mitarbeiter, um mehr Führungspositionen mit lokalem Personal besetzen zu können. Die Fahrt zur Lodge zeichnete sich aus durch lächerlich gerade Straßen, die sich bis zum Horizont erstrecken. Das Kalahari Farmhouse liegt gut 300 Kilometer (ca. 3h Fahrt) südöstlich von Windhoek. Zu erreichen ist sie ganz einfach über die B1 & C20. Die kleinen, im Farm-Stil gehaltenen, Häuschen bilden einen Ring um das Hauptgebäude. Die 11 Chalets verfügen alle über einen eigenen Kamin, sodass man auch im namibischen Winter nicht frieren muss. Ich frage mich tatsächlich ob ein Kamin hier überhaupt notwendig ist. Regelmäßig wird mir aber von ausgewanderten Deutschen berichtet, dass sie selten so gefroren hätten wie in ihrem ersten „Winter“ in Namibia. Das werde ich in den kommenden Monaten wohl oder übel noch am eigenen Leib erfahren. Innerhalb dieses Ovals aus Häusern befinden sich mehrere große Palmen und andere Bäume, welche der Lodge Schatten spenden – eine kleinen Oase am Rande der Kalahari. Dieses Paradies verdankt seine Existenz den artesischen Brunnen in der Gegend um Stampriet. Die natürlichen Wasserquellen ermöglichen auch die Üppigkeit der Vegetation auf der Farm. Das Farmhouse trägt seinen Namen auch nicht zu Unrecht. Von hier aus werden die übrigen Gondwana Lodges mit Fleisch, Käse & Gemüse versorgt. Wenn man das nicht weiß, wird es einem aber kaum weiter auffallen. Den Rest des Tages verbringe ich mit der Begehung des Geländes. Ab und an schaue ich auch bei der “Academy” vorbei. Geleitet wird die Veranstaltung von der HR-Managerin, welche ich bereits im Zuge meines Bewerbungsprozesses kennenlernen durfte und einer externen Mitarbeiterin. Gegen 19 Uhr gibt es im Restaurant ein gemeinsames Abendessen, bei dem ich mit einigen Seminarteilnehmer ins Gespräch komme. Es war sehr interessant zu sehen, von welchen Lodges die einzelnen Teilnehmer kamen. Einige wenige kannte ich noch von meinem letzten Trip. 

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Chalet, Kalahari Farmhouse

Tag 2

Da ich erst seit wenigen Wochen bei Gondwana bin, wollte ich heute die Chance nutzen und selbst an der “Academy” teilnehmen. Diese beginnt jeden Tag um 8 Uhr. Der für mich relevantere Teil sollte aber erst nach dem Mittagessen stattfinden. So hatte ich also vormittags noch genug Zeit, um die Anlage weiter zu erkunden und eine Weile am Pool zu verbringen. Nach dem gemeinsamen Mittagessen sollte es dann endlich auch für mich mit der “Academy” losgehen. Manni berichtete über die Anfänge von Gondwana am Fish River Canyon und das Rebranding, dass vor ein paar Jahren stattfand. Er ermöglichte uns Einblicke in den aktuellen Tourismus in Namibia, in Afrika und weltweit. Vier Stunden und mehrere (wirklich!) interessante Powerpointpräsentationen später, war das Seminar für heute beendet. Zum Abendessen fuhren Manni & ich dieses mal auf die nahegelegene Kalahari Anib Lodge. Danach ging es wieder zum Farmhouse und ich unterhielt mich noch eine Weile mit den Seminarteilnehmern. Die meisten waren auch sehr darum bemüht englisch miteinander zu reden, da meine Afrikaanskenntnisse noch recht bescheiden sind. Ich war – wieder einmal – beeindruckt von der Herzlichkeit der Namibier, mit der man hier in bestehende Cliquen aufgenommen wird.

Dinner Bufet auf der Kalahari Anib Lodge

Dinner Buffet auf der Kalahari Anib Lodge

Tag 3

Nach einem kurzen Frühstück durfte ich den restlichen Tag an der Fortbildung teilnehmen. Manni berichtet dieses Mal unter anderem von Gondwanas Marketingstrategien, was natürlich für mich von höchster Relevanz war. Dafür, dass es für mich eigentlich nicht geplant war an dem Seminar teilzunehmen, war der Inhalt nahezu perfekt auf meine Tätigkeit abgestimmt. Es sind wohl genau diese Zufälle, welche meine Zeit hier in Namibia so interessant & abwechslungsreich machen. It just works – somehow.  Gegen später war auf der Ani Lodge noch ein Sundowner Game Drive geplant. Während dem knapp dreistündigen Ausflug sahen wir in etwa so viele Tiere, wie während dem ganztägigem Game Drive im Etosha NP. Das hätte ich so auch nicht erwartet. wir entdeckten noch ein Straußenei, das unbeschützt im Busch lag. Wie unser guide uns erklärte, war es aber ein unbefruchtetes Ei, weswegen es auch in Ordnung war, es in die Hand zu nehmen. Pünktlich zum Sonnenuntergang erreichten wir eine Düne, von der wir eine wunderschöne Aussicht hatten.

Sundowner

Sonnenuntergang in der Kalahari

Straußenei

Ein Straußenei = ca. 24 Hühnereier

Mittlerweile kann ich mit gutem Gewissen behaupten, dass Gondwana seinen ganz eigenen Standart hat. Sei es Personal, Entertainment, Service, Unterkunft oder Verpflegung: das Gesamtpaket passt einfach und man wird nicht enttäuscht. Die Game Drives, welche ich während meiner letzten Reisen nach Namibia mitmachen durfte, waren zwar nicht schlecht, aber in der Regel nicht so gut wie die, der Gondwana-Guides. Es gelingt ihnen einfach spielend, eine Balance zwischen Fachwissen, Anekdoten & Spaß zu halten. Nach der Safari ging es noch zum Dinner Buffet. Dort blieben abermals kaum Wünsche offen. Meiner persönlichen Meinung nach, war das Essen auf der firsch renovierten Anib Lodge, bis jetzt sogar das beste der Lodges, welche ich bis dato besuchen durfte. (Klagen auf sehr sehr hohem Niveau.) Später setzte ich mich noch ans Lagerfeuer und traf auf ein paar Touristen, welche ich bereits von der Etosha Safari Lodge kannte. Sie berichteten mir, was sie seit dem noch alles erlebt hatten und waren sichtlicht betrübt darüber, dass es ihre (vorerst) letzte Nacht im Land sei. Namibia hatte eine weitere Gruppe in seinen Bann  gezogen wurden. Als sich auch die Letzten vom Lagerfeuer zurückzogen, ging ich zu meinem Zimmer und setzte mich noch eine Weile auf die Terasse, von wo ich mir den Sternehimmel anschaute. Es war wirklich zu beeindruckend um schlafen zu gehen.

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Tipp: Sundowner Game Drive

Tag 4

Direkt nach dem Frühstück ging es auch schon wieder los nach Windhoek. Während der Rückfahrt redete ich mit Manni über Gott und die Welt und die Zeit verging wie im Flug. Einen Tankstop und ein “Porkchop” später, waren wir auch schon wieder in der Hauptstadt. So ging auch diese Reise vorüber und ich freue mich schon auf die nächste.

Lively

Rückfahrt nach Windhoek

Die Damara Mopane Lodge by Gondwana – ein Reisebericht

Nach einer knappen Woche geht es für mich auch schon für 7 Tage auf 2 der 17 Lodges, welche die Gondwana Collection mittlerweile umfasst. Um mir direkt ein besseres Bild von der Arbeit vor Ort auf den Lodges machen zu können werde ich also nun „Urlaub“ machen – auch nicht schlecht. Also schnell alles Nötige zusammensuchen:

•ein paar Sachen zum anziehen

•Sonnencreme (!)

•Wanderschuhe

•Proviant für die Pad (Weg)

•…

Tag 1:

Pünktlich um 9 Uhr (African Time) sollte es also losgehen. Sprich frühestens um 10 Uhr oder eben irgendwann im Verlaufe des Vormittags. Überraschenderweise kam noch eine neue Praktikantin dazu, um so besser! Als die Sonne dann im Zenit stand, setzten sich die Reifen des LKWs in Gang und unsere über 400km lange Fahrt begann. Der Fahrer des Transporters, Dennis, arbeitete bereits seit über 3 Jahren für Gondwana & war schon früh am Morgen nach Windhoek aufgebrochen. Da er die Strecke in der Woche mehrfach fahren darf, kannte er sie natürlich schon auswendig. Die Entfernung von jeder Stadt auf unserem Weg zur nächsten kannte er aus dem Effeff.
Es war beeindruckend die sonst so karge Landschaft nun mal in sattem Grün erstrahlen zu sehen. Manche der Flüsse führten sogar noch Wasser, was Dennis mehrfach mit Erstaunen bemerkte. 5 1/2 h und 2 Tankstops später fuhren wir durch das Eingangstor der Damara Mopane Lodge. Erst einmal angekommen wurden wir dem Staff vorgestellt & zu unseren Unterkünften gebracht. Die 60 Häuschen der Lodge sind im Halbkreis um den riesigen Pool der Anlage angeordnet. Vor der Veranda einer jeden Unterkunft liegt ein eigener Garten wo die unterschiedlichsten Gemüsesorten, Kräuter & Blumen angepflanzt werden. Die Häuser selbst sind modern und geräumig eingerichtet und lassen eigentlich keine Wünsche offen: eine große ebenerdige Dusche, ein breites Doppelbett, Klimaanlage & ein Safe in dem man auch gut Kamera + Laptop unterbringen kann. Es wird einem also ermöglicht die Zeit auf der Lodge auf eine sehr angenehme Art & Weise zu verbringen. Nachdem wir uns alle eingerichtet hatten, ging es auch schon zum Buffet & was soll ich sagen. Neben diversen Fleischgerichten gab es etliche Beilagen von denen eine besser als die andere schmeckte. Das täglich wechselnde Buffet am Abend wird zum größten Teil aus lokalen Zutaten zubereitet, aber beschränkt sich nicht nur auf diese. Es ist also für jeden Geschmack etwas dabei. Bei einem Getränk an der hauseigenen Bar oder auf der „Sundowner“-Plattform, die sich etwas erhöht am Hang eines Berges befindet, kann man den Abend perfekt ausklingen lassen. Gesagt – getan. Dann aber auch ab ins Bett. Für den nächsten Tag hatten wir eine Wanderung geplant und wollte noch los bevor es zu heiß wurde.

Tag 2:

Wir hatten uns auf 7.30 am Hauptgebäude verabredet. Auch das Frühstücksbuffet ließ keine Wünsche offen: von allen möglichen Müslizutaten, über handgemachte Brötchen zu den Klassikern wie Bacon & Eggs hat es an nichts gefehlt. Frisch gestärkt ging es dann also in den Busch. Der Trampelpfad zog sich durch das umliegende Buschland der Lodge. Glücklicherweise war der Trail recht gut beschildert, auch wenn wir ab und an etwas länger suchen mussten um die nächste Markierung ausfindig zu machen. Die gelben Pfosten waren auch von größter Bedeutung, da wir ohne sie komplett die Orientierung verloren hätten. Die naheliegende Erhebung an der sich auch der Aussichtspunkt für den Sundowner befindet, diente aber immerhin als weiterer Anhaltspunkt. Gleich zu Beginn konnten wir eine Springbokherde ausmachen, diese sollte uns aber während unserer Wanderung nicht nochmal begegnen. Wir brauchten für den Hiking Trail etwas mehr als eine Stunde und dieser sollte wohl eher als ausgedehnter Spaziergang angesehen werden. Den Rest des Tages konnten wir frei in der Anlage verbringen, da es in der Lodge selber nicht all zu viel zu tun gab. Am Abend gab es wieder ein opulentes Buffet. Dieses Mal mit Oryx Steak, Hühnerfleisch, Couscous, Gemüse & vielem mehr.

Tag 3:

Heute wollten wir noch die andere Strecke, die auf der Homepage der Lodge genannt wird, ablaufen. Dieses mal war das Ziel der kleine Berg direkt neben der Lodge. Ausgeschrieben waren 2-3 Stunden, was für den kleinen Aufstieg sehr viel erschien. Oben erstmal angekommen zog sich der Pfad aber noch ein gutes Stück, bis er an eine Stelle führte, wo sich ein schönes Panorama auftat. Auch wenn es wohl schon Sichtungen von Schlangen auf der Strecke gab, lohnt sich der kurze Aufstieg auf jeden Fall. Die Aussicht von ganz oben bietet natürlich nochmal einen besseren Blick auf die ganze Landschaft (auch wenn diese zugegebenermaßen recht monoton erscheint). Ich würde den Rundweg aber trotzdem jedem empfehlen der die Zeit erübrigen kann. Wir haben knapp 2 Stunden (ohne größere Pausen) benötigt & Schlangen haben wir auch keine gesehen. 🙂 Nach der Wanderung ging es zur Abkühlung erstmal wieder in den Pool. Da viele Gäste der Lodge Teil einer Reisegruppe sind und diese tagsüber in der Regel Programmpunkte abarbeiten dürfen, trifft man Mittags nicht all zu viele Touristen auf der Anlage. Trotzdem biete die Küche eine kleine Auswahl an Salaten und Hauptgängen an, um es sich auch mittags gutgehen zu lassen. Gegen Abend durften wir den Service bei der Essensausgabe unterstützen und kamen so auch mit einigen Gästen ins Gespräch. Diese berichteten von ihren Erfahrungen, welche sie bist dato auf ihrer Reise gemacht hatten. Viele planten bereits ihren nächsten Trip ins südliche Afrika. Ein Stop in Namibia durfte aber natürlich nicht fehlen. Bedingt durch einen aufziehenden Sturm fiel nach dem Essen zwischenzeitlich der Strom auf der Lodge aus und wie das nunmal so ist, wollte der Generator auch nicht anspringen. Wie die Managerin der Lodge mir am nächsten Morgen aber sagte, „seien es genau diese Momente, welche die Arbeit für sie hier so interessant machten. Man sei eben auf sich alleine gestellt, müsste selber aktiv werden und könne sich nicht immer auf Hilfe von außerhalb verlassen.“ Wir haben die Managerin Steffi als sehr freundliche, offene und zuvorkommende Person kennengelernt und können jedem nur empfehlen, wenn sich die Möglichkeit bietet, mit ihr ins Gespräch zu kommen.
So ging auch der (hoffentlich nur vorerst) letzte Tag auf der Lodge zu Ende.

TBC

Warum Namibia das perfekte Land für ein Praktikum ist.