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Ein (großes) Stück Heimat, Kalahari Trüffel & ein besonderes Fest – Teil I

So oder so ähnlich lässt sich wohl das Erlebte der vergangen Tage zusammenfassen.     Aber nun ganz von vorne:

Anfangen sollte ich wohl 1932 in Tsumeb, als Mburumba Kerina das Licht der Welt erblickte. Ein Kind, dessen Vorfahren bereits  1846  ins  südliche Afrika kamen. Kerina ist ein Nachfahre des Händlers, Jägers & Abenteurers, Frederick Thomas Green. Dieser stammte wiederum ursprünglich aus Kanada und kam über Umwege final ins Damaraland in Namibia. Der Nachname Green wurde von den Hereros über Generationen hinweg falsch ausgesprochen und so nach und nach zu Kerina. Laut eigenen Angaben fließt durch seine Adern sowohl englisches & deutsches Blut, sowie das von Ovambos und Hereros. Letztere Bevölkerungsgruppe soll später noch eine zentrale Rolle spielen.

Aber mehr zu Kerinas Leben: In Walvis Bay aufgewachsen, in Windhoek zur Schule gegangen, druch mehrere glückliche Umstände in der Lage gewesen in den USA zu studieren und seinen PHD hat Kerina 1962 in Indonesien erlangt.

Man kann die ersten 30 Jahre seines Lebens also durchaus als bewegt bezeichnen. Nach einem Gespräch mit dem damaligen indonesischen Presidenten kam dort wohl auch zum ersten Mal der Gedanke auf, seinem Heimatland einen neuen Namen zu geben. In einem Interview meinte er dazu, dass “nur Hunde und Sklaven von ihren Herren benannt werden” und deswegen Süd-West Afrika einen neuen Namen bräuchte. Kein leichtes Unterfangen in einem Land in dem so viele unterschiedliche Ethnien zusammenleben. Kerina setzte sich auch bei den Vereinten Nationen für die Unahängigkeit Süd-West Afrikas ein. In diesem Zusammenhang entwickelte sich hier auch der Name Namibia.

Soweit so gut, soviel zum Prof, wie er hier von allen genannt wird. Das Land links über Südafrika wurde unabhängig, viele Jahre gingen ins Land und die Namibier vergaßen ihren Namensgeber.

Es sollte noch einige Zeit vergehen, bis Manni Goldbeck auf die Geschichte des engagierten Porfessors stieß und für die Gondwana Collection ein Video erstellen ließ. Darin erzählt der Prof. seine Geschichte und wie er auf den Namen Namibia kam. Die Resonanz war überwältigend und der Staat entlohnte Ihn (wenn auch reichlich verspätet) mit einem schönen Haus in Windhoek und einer eigenen Farm.

Happy End ?

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Canyon Klipspringer Trail – Teil II

Bereits kurz nach Sonnenaufgang versammelten sich alle beim Frühstück und nach frischem Kaffee und Rusks konnte es auch schon losgehen. Wir fuhren ungefähr eine ¾ Stunde, bis wir an einem kleinen Zufluss des Löwen Rivers abgesetzt wurden. Ab dann ging es Richtung Camp Battlesnake, dem Quartier für die erste Nacht. Es standen uns 14 Kilometer durch den Canyon bevor. Nach einer knappen halben Stunde hatten wir bereits die erste Begegnung mit einem Bewohner des Canyons. Eine Puffotter begrüßte uns fauchend, als wir knapp 2 Meter entfernt von ihr vorbeiliefen. Wir durchquerten tiefe Schluchten und kletterten ein paar ausgetrocknete Wasserfälle hinunter, bis wir schließlich an der Mündung des Löwen Rivers ankamen. Dort legten wir eine längere Pause ein, bevor wir dann dann wieder dem Canyon folgten. Nach einigen Flussüberquerungen kamen wir an die Stelle, an der wir wieder den Canyon verlassen sollten. Der Weg zum Rand führt uns an eine mehrere Meter hohe Felswand. Geschickter Weise befand sich hier eine Leiter, über die wir den Canyon verlassen konnten. Die restliche Strecke verlief entlang des Canyonrandes und führte uns dann zum Camp. Jeder konnte sich eine der kleinen Hütten aussuchen und wir versammelten uns gegen später wieder, um gemeinsam zu grillen. Es ist wirklich ein Luxus nach einer langen Wanderung am Camp anzukommen und Grillfleisch, sowie kaltes Bier in Kühlboxen vorzufinden. Die warme Dusche und noch dazu die Aussicht auf den Canyons – einfach unbezahlbar. Erschöpft von der Wanderung, hielt es keiner all zu lange am Lagerfeuer aus & gegen 22 Uhr waren alle bereits im Bett. Tag 1 der Wanderung, und damit auch der längste Abschnitt der Wanderung, war damit beendet.

Bei Sonnenaufgang wachten die meisten auf. Nicht weil man unbedingt ausgeschlafen war, sondern vor allem um sich das Spektakel nicht entgehen zu lassen. Der Sonnenauf- und untergang am Canyon ist wirklich ein unvergessliches Erlebniss. Als ich die Küche betrat, köchelte bereits das heiße Wasser für den Kaffe auf dem Gasherd. Was will man mehr? Nach dem Frühstück, ging es dann auch schon wieder los. Wir bahnten uns den Weg in den Canyon und folgten hierbei einem alten Zebrapfad. Beim Abstieg ist wirklich Vorsicht geboten, aber man erreicht recht schnell das Flussbett. Als wir wieder dem Fluss folgten, kamen wir an Felsgravuren und Steinkraale vorbei.  Letztere wurden von den früheren Bewohnern des Canyons genutzt wurden, um ihre Ziegen vor Raubtieren in der Nacht zu schützen.

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Nach ein paar Flussüberquerungen und einer kurzen Badepause waren wir auch schon am Koelkrans Camp angekommen. Es befindet sich auf der linken Seite des Flusses im Schatten einer Felswand. Den restlichen Tag verbrachten wir mit einer Paddelboottour, einem Abstecher zur Tamatie Kloof und gegen später ging es zum Sundowner auf den “Hausberg”. Von der Küche aus führt ein kleiner Pfad zu einer Steinbank von der man eine wunderschöne Aussicht hat. Der perfekte Abschluss für die heutige Etappe.

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Koelkrans Camp

Tag 3 begann wieder bei Sonnenaufgang. Leider bemerkte ich erst jetzt, dass es hilfreich gewesen wäre das Mosquitospray zu benutzen… Unsere Sachen waren schnell in den großen Transportbehältern verstaut und so konnten wir auch wieder starten. Die letzte Etappe mit ihren 9km gingen wir sehr ruhig an. Ich speicherte, wie auch schon an den Tagen zuvor, die Koordinaten der wichtigsten Wegpunkte auf dieser Etappe. Die Punkte sollen den Wandergruppen in der Zukunft bei der besseren Orientierung helfen.

File 30.05.17, 14 34 24Nach einiger Zeit konnte man auch schon das Quartiert für die letzte Nacht am Rand des Canyons erblicken: Das Horseshoe Camp. Spätestens dann wurde einem auch bewusst, dass die anstrengenste Passage erst noch bevorstand. Die einzige Möglichkeit um den Canyon an dieser Stelle zu verlassen, ist ein alter Zebrapfad. Dieser führt recht kompromisslos und direkt zum Rand es Canyons.  Der Aufstieg ist zwar in 20 Minuten zu bewältigen – die haben es aber in sich. Oben einmal angekommen, dauert es noch eine ganze Weile bis man endlich am Camp angekommen ist. Das Horseshoe Camp verdankt seinen Namen, den im Halbkreis angeordneten Hütten. Von hier aus kann man noch einen kurzen Ausflug zu einem ausgetrockneten Wasserfall machen, welcher häufig von Tieren frequentiert wird. Die Unterkunft, direkt am Rande des Canyons, ist  wirklich der perfekte Ort um die Wanderung ausklingen zu lassen. Der Blick von den Duschen in den Canyon hinunter sucht seines Gleichen.

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Eine der Hütten des Horseshoe Camps

Der Canyon Klipspringer Trail ist wirklich ein einmaliges Erlebnis. Die relativ kurzen Distanzen von Camp zu Camp ermöglichen es einem den Canyon auf eine ganz andere Art und Weise erleben zu können. Hier kann man sich wirklich die Zeit nehmen und den Canyon richtig genießen. Wer natürlich eine physische Herausforderung sucht, sollte wohl eher die klassische Route ab Hobas in Betracht ziehen. Der Canyon Klipspringer Trail ist nichts desto trotz eine Alternative die sich sehen lassen kann.

Der Canyon Klipspringer Trail – Teil I

Wer in Namibia wandern möchte, muss es schon wirklich wollen. Landschaftlich zwar absolut reizvoll, aber das Klima bietet bei weitem nicht die optimalen Voraussetztungen. Der mitteleuropäische Wanderliebhaber ist da Anderes gewohnt. Schon wenige Stunden nach Sonnenaufgang in den Sommermonaten wird es bereits sehr heiß. In der Dunkelheit wandert es sich nicht besonders gut und es kann empfindlich kalt werden. Mittlerweile gibt es zwar im ganzen Land einige Touren, aber für den, der im Fish River Canyon wandern wollte,  gab es vermeindlich nur eine Option: Die klassische Route von Hobas nach Ai-Ais, 5 Tage, Campen im Canyon & die komplette Ausrüstung muss selber getragen werden. Für Touristen, welche aus Übersee nach Namibia kommen & sich bevorzugt mit Mietwagen und Dachzelt durch die Gegend bewegen, ist das keine wirkliche Option. Wie gesagt: Möglich –  ja, aber es hätte einem schon sehr viel daran liegen müssen. Diejenigen, welche etwas intensivere Nachforschungen bezüglich dem ‘Fish River Canyon Hike’ angestellt hatten, sollten früher oder später auf den ‘Mule Trail Hike” gestoßen sein. Eine bequeme Alternative: Die Wanderung umfasste 3 Nächte, wobei eine Eselskaravane alle persönlichen Gegenstände durch den Canyon transportierte. Nachdem die Esel nun ihren wohlverdienten Ruhestand angetreten haben, gibt es eine neue Möglichkeit den Canyon zu erleben: Den Canyon Klipspringer Trail. Diese Wanderung wird durch Slackpacking sehr komfortabel & unkompliziert gemacht. Also die perfekte Möglichkeit für Touristen den Fish River Canyon zu erkunden.

Im Rahmen der Vermarktung dieses neuen Trails, eröffnete sich mir die Möglichkeit, diese Wanderung miterleben zu dürfen:

Ich trat meine Reise von Windhoek aus an und fuhr erstmal bis Anib. Die neu renovierte Lodge, gefällt mir sehr gut und es ist der perfekte Zwischenstop, wenn man in den Süden will oder von dort kommt. Nach einer Stärkung am Frühstücksbuffet am nächsten Morgen ging es dann zur Canyon Lodge – der Mutter der Gondwana Lodges.

Zugegeben: Das Wetter hätte besser sein können, aber die Aussicht war dennoch einmalig.

Zugegeben: Das Wetter hätte besser sein können, aber die Aussicht war dennoch einmalig.

Nach einer langen Fahrt durch eine sehr monotone und karge Landschaft offenbart sich die Canyon Lodge als idyllisches Paradies, fern ab von jeglichem Alltagsstress. Bis dato meine Lieblingslodge. Hier sollte ich also noch einen Abend verbringen, um mich mit einer Autorin zu treffen, welche über die Wanderung schreiben würde. Ron Swilling is gebürtige Südafrikanerin und schreibt vor allem über das Reisen im südlichen Afrika.

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Der Blick vom Bett

Am nächsten Tag ging es noch nach Hobas, zu den Aussichtspunkten am Canyon. Danach legten wir noch einen Stop im Roadhouse ein, was ich jedem Besucher des Canyons auch nur wärmstens empfehlen kann. Das Klipspringer Base Camp erreichten wir pünktlich zum Sundowner. Der Rest wartete dort bereits auf uns. Es wurde noch zusammen gegrillt und es blieb genug Zeit, um sich gegenseitig kennenzulernen. Wir waren insgesamt sieben Personen: Meg, Stef & Brooke – drei Freundinnen, welche gerade eine Reise durch Namibia machten, Evelyn – eine alleinerziehende Mutter aus Windhoek mittleren Alters, Cecil – unser Guide, Ron und meine Wenigkeit.

TBC

 

Warum Namibia das perfekte Land für ein Praktikum ist.

Namibia2Go von Gondwana Collection

Ihren Träumen nachfahren und neue Träume entdecken.
Für solche unvergesslichen Momente haben wir die individuellste und eindrucksvollste Art geschaffen, die Wunderwelten Namibias zu erleben: Die Selbstfahrer-Touren der Gondwana Collection.

Zwei Personen, ein erstklassiger SUV, narrensicheres Kartenmaterial, Kulturinformationen satt und übernachten, wo das Herz Afrikas schlägt, in den Verwöhn-Lodges der Gondwana Collection.


…heißt es seit heute bei Gondwana Collection Namibia. Du willst eine Selbstfahrer Reise durch Namibia mit traumhaften Unterkünften aus einer Hand?! Dann schaue dir doch mal die vier verschiedenen Touren an!

 

Auf Wiedersehen Namibia- kein Ende, ein Beginn!

Ob in den felsigen Schluchten des Fish River Canyon oder der marsähnlichen Landschaft am Oranje Fluss  bei Rosh Pinah…

Canyon Namibia

Canyon Namibia

…Über Klein- Aus zu den Dünen der Namib Wüste…

Düne am Sossusvlei

Düne am Sossusvlei

…an die Küste von Swakopmund, vorbei an den Robben von Cape Cross…

Kreuz Kap Robben

Kreuz Kap Robben

…kurz ins Wasser zum Surfen…

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The Delight Swakopmund Surf

…zurück in das Landesinnere ins Damara Land…

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Damara Mopane Lodge Sonnendeck

…nach kurzer Rast in den weltberühmten Etoscha Nationalpark…

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Etosha Safari Lodge

…weiter nördlich zum mächtigen Okavango Fluss und dem Sambesi…

…nach langer Fahrt vorbei an Windhoek und Rehoboth bis in die rote Kalahari Wüste…

Kalahari Anib Lodge Safari

Kalahari Anib Lodge Safari

…geht es nun zurück!

Wer die Möglichkeit hat dieses einzigartige Land und seine herzlichen Menschen zu besuchen sollte dies so schnell wie möglich tun. An manchen Orten scheint die Zeit stehen geblieben zu sein und an manchen wiederum findet man ein schnell pulsierendes Land, welches noch so viel Potential in sich trägt.

Hier grüßt man sich egal ob man sich kennt oder fremd ist und ein Lächeln öffnet alle Türen und Tore.

Einsamkeit, Zweisamkeit und Trubel findet man hier.

Viele sagen ganz Afrika ist in Namibia zu finden. In der Tierwelt von den Zebras, Giraffen und Elefanten bis hin zu den Springböcken. Aber auch an die 12 verschiedenen kulturellen Hintergründe und Stämme in den einzelnen Regionen Namibias mit ihrer eigenen Lebensart, Küche und Geschichte.

Englisch, Deutsch, Afrikaans und manchmal sogar Spanisch oder Portugiesisch wird zu hören sein.

Werde Teil dieser Kultur und lasse Dich inspirieren.

Auf Wiedersehen Namibia, bis sicher ganz bald!

Die Küste der Robben

An der Küste Namibias befinden sich noch ewige, unberührte Weiten an denen die Tierwelt ungestört ist. An vielen Küstenabschnitten kann man kilometerweit fahren oder laufen ohne eine andere Menschenseele zu treffen. Ein paar Angler kreuzen ab und zu den Weg auf der Suche nach ihrem Spot. Doch am Cape Cross Robbenreservat tummeln sich nicht nur die ca. 250.000 Robben, sondern auch zahlreiche Besucher die die Robben einmal aus nächster Nähe betrachten wollen. Von Henties Bay sind es ca. 30 Minuten und von Swakopmund ca. 1h nach Cape Cross. Auf dem Weg dorthin kann man große Quarze und Salzkristalle am Straßenrand als Souvenir kaufen. Je näher man dem Park kommt je mehr wird man den starken Geruch wahrnehmen den die ca. 250.000 Roben verursachen.

Cape Cross

Cape Cross

Nichts für schwache Nasen aber es ist in jedem Falle wert sich einen Ruck zu geben und durch die Brutplätze der Robben auf dem eingezäunten Holzweg zu laufen. Auch der Lärm der Robben ist eindrucksvoll während man vor der Sandküste bis hinein ins offene Meer die Robben und ihre Jungen sehen kann. Bei dem Gemenge kann man auch die eine oder andere Zankerei beobachten.

Kreuz Kap Robben

Kreuz Kap Robben

Wer also in Swakopmund, Walvis oder Henties Bay ist oder gerade auf frischem Wege aus der Namib Wüste sollte einen kleinen Abstecher zu diesem sehenswerten Naturschauspiel machen und eine intakte Robbenkolonie bestaunen.