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Der Canyon Klipspringer Trail – Teil I

Wer in Namibia wandern möchte, muss es schon wirklich wollen. Landschaftlich zwar absolut reizvoll, aber das Klima bietet bei weitem nicht die optimalen Voraussetztungen. Der mitteleuropäische Wanderliebhaber ist da Anderes gewohnt. Schon wenige Stunden nach Sonnenaufgang in den Sommermonaten wird es bereits sehr heiß. In der Dunkelheit wandert es sich nicht besonders gut und es kann empfindlich kalt werden. Mittlerweile gibt es zwar im ganzen Land einige Touren, aber für den, der im Fish River Canyon wandern wollte,  gab es vermeindlich nur eine Option: Die klassische Route von Hobas nach Ai-Ais, 5 Tage, Campen im Canyon & die komplette Ausrüstung muss selber getragen werden. Für Touristen, welche aus Übersee nach Namibia kommen & sich bevorzugt mit Mietwagen und Dachzelt durch die Gegend bewegen, ist das keine wirkliche Option. Wie gesagt: Möglich –  ja, aber es hätte einem schon sehr viel daran liegen müssen. Diejenigen, welche etwas intensivere Nachforschungen bezüglich dem ‘Fish River Canyon Hike’ angestellt hatten, sollten früher oder später auf den ‘Mule Trail Hike” gestoßen sein. Eine bequeme Alternative: Die Wanderung umfasste 3 Nächte, wobei eine Eselskaravane alle persönlichen Gegenstände durch den Canyon transportierte. Nachdem die Esel nun ihren wohlverdienten Ruhestand angetreten haben, gibt es eine neue Möglichkeit den Canyon zu erleben: Den Canyon Klipspringer Trail. Diese Wanderung wird durch Slackpacking sehr komfortabel & unkompliziert gemacht. Also die perfekte Möglichkeit für Touristen den Fish River Canyon zu erkunden.

Im Rahmen der Vermarktung dieses neuen Trails, eröffnete sich mir die Möglichkeit, diese Wanderung miterleben zu dürfen:

Ich trat meine Reise von Windhoek aus an und fuhr erstmal bis Anib. Die neu renovierte Lodge, gefällt mir sehr gut und es ist der perfekte Zwischenstop, wenn man in den Süden will oder von dort kommt. Nach einer Stärkung am Frühstücksbuffet am nächsten Morgen ging es dann zur Canyon Lodge – der Mutter der Gondwana Lodges.

Zugegeben: Das Wetter hätte besser sein können, aber die Aussicht war dennoch einmalig.

Zugegeben: Das Wetter hätte besser sein können, aber die Aussicht war dennoch einmalig.

Nach einer langen Fahrt durch eine sehr monotone und karge Landschaft offenbart sich die Canyon Lodge als idyllisches Paradies, fern ab von jeglichem Alltagsstress. Bis dato meine Lieblingslodge. Hier sollte ich also noch einen Abend verbringen, um mich mit einer Autorin zu treffen, welche über die Wanderung schreiben würde. Ron Swilling is gebürtige Südafrikanerin und schreibt vor allem über das Reisen im südlichen Afrika.

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Der Blick vom Bett

Am nächsten Tag ging es noch nach Hobas, zu den Aussichtspunkten am Canyon. Danach legten wir noch einen Stop im Roadhouse ein, was ich jedem Besucher des Canyons auch nur wärmstens empfehlen kann. Das Klipspringer Base Camp erreichten wir pünktlich zum Sundowner. Der Rest wartete dort bereits auf uns. Es wurde noch zusammen gegrillt und es blieb genug Zeit, um sich gegenseitig kennenzulernen. Wir waren insgesamt sieben Personen: Meg, Stef & Brooke – drei Freundinnen, welche gerade eine Reise durch Namibia machten, Evelyn – eine alleinerziehende Mutter aus Windhoek mittleren Alters, Cecil – unser Guide, Ron und meine Wenigkeit.

TBC

 

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The Kalahari Experience

Tag 1

Mittwochvormittag: Ein normaler Arbeitstag beginnt (?). Gegen 7.50 komme ich im Büro an, gegen 8.30 kommt die Frage auf, ob ich am gleichen Tag noch mit auf eine Lodge im Süden des Landes fahren möchte. Ich muss nicht lange überlegen, bis meine Entscheidung feststeht. Also alles wieder zurück auf Start. Ich packe schnell meine sieben Sachen, damit es pünktlich um 11 Uhr bei Gondwana losgehen kann. Ich darf Manni,einer der Gründungsväter von Gondwana Collection, auf seiner Fahrt begleiten. Er ist auf dem Weg zum Kalahari Farmhouse, wo GC immer am Anfang des Jahres eine Fortbildung für Mitarbeiter mit hervorragenden Leistungen organisiert. Dieses recht junge Projekt fördert interne Mitarbeiter, um mehr Führungspositionen mit lokalem Personal besetzen zu können. Die Fahrt zur Lodge zeichnete sich aus durch lächerlich gerade Straßen, die sich bis zum Horizont erstrecken. Das Kalahari Farmhouse liegt gut 300 Kilometer (ca. 3h Fahrt) südöstlich von Windhoek. Zu erreichen ist sie ganz einfach über die B1 & C20. Die kleinen, im Farm-Stil gehaltenen, Häuschen bilden einen Ring um das Hauptgebäude. Die 11 Chalets verfügen alle über einen eigenen Kamin, sodass man auch im namibischen Winter nicht frieren muss. Ich frage mich tatsächlich ob ein Kamin hier überhaupt notwendig ist. Regelmäßig wird mir aber von ausgewanderten Deutschen berichtet, dass sie selten so gefroren hätten wie in ihrem ersten „Winter“ in Namibia. Das werde ich in den kommenden Monaten wohl oder übel noch am eigenen Leib erfahren. Innerhalb dieses Ovals aus Häusern befinden sich mehrere große Palmen und andere Bäume, welche der Lodge Schatten spenden – eine kleinen Oase am Rande der Kalahari. Dieses Paradies verdankt seine Existenz den artesischen Brunnen in der Gegend um Stampriet. Die natürlichen Wasserquellen ermöglichen auch die Üppigkeit der Vegetation auf der Farm. Das Farmhouse trägt seinen Namen auch nicht zu Unrecht. Von hier aus werden die übrigen Gondwana Lodges mit Fleisch, Käse & Gemüse versorgt. Wenn man das nicht weiß, wird es einem aber kaum weiter auffallen. Den Rest des Tages verbringe ich mit der Begehung des Geländes. Ab und an schaue ich auch bei der “Academy” vorbei. Geleitet wird die Veranstaltung von der HR-Managerin, welche ich bereits im Zuge meines Bewerbungsprozesses kennenlernen durfte und einer externen Mitarbeiterin. Gegen 19 Uhr gibt es im Restaurant ein gemeinsames Abendessen, bei dem ich mit einigen Seminarteilnehmer ins Gespräch komme. Es war sehr interessant zu sehen, von welchen Lodges die einzelnen Teilnehmer kamen. Einige wenige kannte ich noch von meinem letzten Trip. 

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Chalet, Kalahari Farmhouse

Tag 2

Da ich erst seit wenigen Wochen bei Gondwana bin, wollte ich heute die Chance nutzen und selbst an der “Academy” teilnehmen. Diese beginnt jeden Tag um 8 Uhr. Der für mich relevantere Teil sollte aber erst nach dem Mittagessen stattfinden. So hatte ich also vormittags noch genug Zeit, um die Anlage weiter zu erkunden und eine Weile am Pool zu verbringen. Nach dem gemeinsamen Mittagessen sollte es dann endlich auch für mich mit der “Academy” losgehen. Manni berichtete über die Anfänge von Gondwana am Fish River Canyon und das Rebranding, dass vor ein paar Jahren stattfand. Er ermöglichte uns Einblicke in den aktuellen Tourismus in Namibia, in Afrika und weltweit. Vier Stunden und mehrere (wirklich!) interessante Powerpointpräsentationen später, war das Seminar für heute beendet. Zum Abendessen fuhren Manni & ich dieses mal auf die nahegelegene Kalahari Anib Lodge. Danach ging es wieder zum Farmhouse und ich unterhielt mich noch eine Weile mit den Seminarteilnehmern. Die meisten waren auch sehr darum bemüht englisch miteinander zu reden, da meine Afrikaanskenntnisse noch recht bescheiden sind. Ich war – wieder einmal – beeindruckt von der Herzlichkeit der Namibier, mit der man hier in bestehende Cliquen aufgenommen wird.

Dinner Bufet auf der Kalahari Anib Lodge

Dinner Buffet auf der Kalahari Anib Lodge

Tag 3

Nach einem kurzen Frühstück durfte ich den restlichen Tag an der Fortbildung teilnehmen. Manni berichtet dieses Mal unter anderem von Gondwanas Marketingstrategien, was natürlich für mich von höchster Relevanz war. Dafür, dass es für mich eigentlich nicht geplant war an dem Seminar teilzunehmen, war der Inhalt nahezu perfekt auf meine Tätigkeit abgestimmt. Es sind wohl genau diese Zufälle, welche meine Zeit hier in Namibia so interessant & abwechslungsreich machen. It just works – somehow.  Gegen später war auf der Ani Lodge noch ein Sundowner Game Drive geplant. Während dem knapp dreistündigen Ausflug sahen wir in etwa so viele Tiere, wie während dem ganztägigem Game Drive im Etosha NP. Das hätte ich so auch nicht erwartet. wir entdeckten noch ein Straußenei, das unbeschützt im Busch lag. Wie unser guide uns erklärte, war es aber ein unbefruchtetes Ei, weswegen es auch in Ordnung war, es in die Hand zu nehmen. Pünktlich zum Sonnenuntergang erreichten wir eine Düne, von der wir eine wunderschöne Aussicht hatten.

Sundowner

Sonnenuntergang in der Kalahari

Straußenei

Ein Straußenei = ca. 24 Hühnereier

Mittlerweile kann ich mit gutem Gewissen behaupten, dass Gondwana seinen ganz eigenen Standart hat. Sei es Personal, Entertainment, Service, Unterkunft oder Verpflegung: das Gesamtpaket passt einfach und man wird nicht enttäuscht. Die Game Drives, welche ich während meiner letzten Reisen nach Namibia mitmachen durfte, waren zwar nicht schlecht, aber in der Regel nicht so gut wie die, der Gondwana-Guides. Es gelingt ihnen einfach spielend, eine Balance zwischen Fachwissen, Anekdoten & Spaß zu halten. Nach der Safari ging es noch zum Dinner Buffet. Dort blieben abermals kaum Wünsche offen. Meiner persönlichen Meinung nach, war das Essen auf der firsch renovierten Anib Lodge, bis jetzt sogar das beste der Lodges, welche ich bis dato besuchen durfte. (Klagen auf sehr sehr hohem Niveau.) Später setzte ich mich noch ans Lagerfeuer und traf auf ein paar Touristen, welche ich bereits von der Etosha Safari Lodge kannte. Sie berichteten mir, was sie seit dem noch alles erlebt hatten und waren sichtlicht betrübt darüber, dass es ihre (vorerst) letzte Nacht im Land sei. Namibia hatte eine weitere Gruppe in seinen Bann  gezogen wurden. Als sich auch die Letzten vom Lagerfeuer zurückzogen, ging ich zu meinem Zimmer und setzte mich noch eine Weile auf die Terasse, von wo ich mir den Sternehimmel anschaute. Es war wirklich zu beeindruckend um schlafen zu gehen.

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Tipp: Sundowner Game Drive

Tag 4

Direkt nach dem Frühstück ging es auch schon wieder los nach Windhoek. Während der Rückfahrt redete ich mit Manni über Gott und die Welt und die Zeit verging wie im Flug. Einen Tankstop und ein “Porkchop” später, waren wir auch schon wieder in der Hauptstadt. So ging auch diese Reise vorüber und ich freue mich schon auf die nächste.

Lively

Rückfahrt nach Windhoek

Die Etosha Safari Lodge (2) – ein Reisebericht

Teil 3

Tag 6
Heute hieß es wieder früh aufstehen. Uns Praktikanten wurde die Möglichkeit geboten bei einem ganztägigen Game Drive mitzufahren. Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Kulinarisch war man in den letzten Tagen bereits einmal durch das Tierreich Namibias gereist. Heute sollten dann also noch die Tiere in freier Wildbahn folgen. Leicht verspätet öffneten sich die Pforten der Etosha nach 7 Uhr und binnen weniger Minuten bildete sich eine lange Schlange aus Privatfahrzeugen, Overlandern und Safariautos der Lodges. Die Location der Etosha Safari Lodge macht sich für Besucher des Nationalparks auf jeden Fall bezahlt. Ihrem Namen wird sie, durch die unmittelbare Nähe zum Anderson’s Gate (ca. 10 km), auch absolut gerecht.  Wir konnten uns relativ weit vorne in der Warteschlange positionieren und es war uns dennoch möglich zu einer recht humanen Uhrzeit aufzubrechen.  Ein kleiner Wettstreit zwischen den Guides der einzelnen Lodge entbrannte und jeder wollte sein Fahrzeug möglichst weit vorne in der Schlange unterbringen – italienische Verhältnisse. Rodney, unsere Guide, ließ sich aber nichts vormachen und konnte die Drängler zurückweisen.  Die Stimmung unter den Fahrern blieb aber absolut entspannt – wohl ein Morgenritual der besondern Art. Bedingt durch den Einlass begannen wir unsere Safari im östlichen Teil der Etosha. Innerhalb der ersten Stunde passierten wir sage und schreibe 4 (!) Springböcke. Eine lächerlich geringe „Ausbeute“ bedenkt man, dass sich laut unserem Guide wohl um die 20.000 im Etosha NP befänden. Während des Game Drives konnten wir dann aber doch noch Giraffen, Zebras, Strauße, weitere Springboks, Gnus, Hyänen, Impalas, Schakale, Erdhörnchen und zum Schluss noch ein Nashorn ausmachen. Letzteres war aber soweit entfernt, dass es nur schemenhaft auszumachen war… Ich verließ mich da einfach auf die Aussagen der aufgeregten Hobbyfotografen.

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Durch den Regen der letzten Tage und Wochen war im Park wohl so viel Wasser vorhanden, dass die Tiere nicht mehr die langen Strecken bis zu den künstlichen Wasserlöchern in Kauf nehmen mussten. Deswegen wurde das Auffinden der selteneren Arten eher zum Glücksspiel. Rodney konnte uns mit abwechslungsreichen Anekdoten bei Laune halten und die Zeit verging wie im Flug. Trotz der Tatsache, dass wir eigentlich nur den ganzen Tag in einem Auto saßen, waren wir abends alle sehr geschafft. Nach dem Abendessen ging es deswegen dann auch recht schnell ins Bett.

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Zebra im Etosha NP

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Eine Springbockherde

Tag 7

Auch heute wollte ich nochmal die Möglichkeit ergreifen und bei einem Game Drive mitfahren. Also gleiches Spiel nochmal: 5:30 Uhr Wecker – 6 Uhr Frühstück – 6.30 Uhr Abfahrt. Dieses Mal war die Tour aber nur für einen halben Tag angesetzt und nach einem kurzen Briefing, unseres Guides Ivan, konnte es losgehen. Erneut gab es am Anderson’s Gate leichte Verzögerungen, aber wie am Tag zuvor standen wir sehr weit vorne in der Schlange. Nachdem unsere Pässe kontrolliert worden waren, konnten wir ohne Probleme passieren. Die Fahrt ging recht vielversprechend los. Wir fuhren sowohl an ein paar Zebras, als auch Impalas vorbei und an einer Stelle war wohl vor kurzem ein Nashorn über die Straße gelaufen. Mal sehen ob wir es noch zu Gesicht bekamen. Ein kurzer Zwischenstop in Okaukuejo und dann Richtung Salzpfanne. Die entgegenkommenden Fahrer signalisierten aber alle, dass es, wo sie herkamen, wenig zu sehen gäbe. Wir hatten leider keine besseren Nachrichten für sie. Je näher wir dem Ziel also kamen desto größer wurde die Ernüchterung. Keine Löwen, keine Rhinos… schade eigentlich. Aber definitiv ein Grund wiederzukommen. Ivan versuchte das beste aus der Situation zu machen und versorgte uns mit Infos über Flora & Fauna. Obwohl mir tatsächlich vieles vom Vortag noch bekannt vorkam, konnte er mein bestehendes Bild vom Etosha NP auch noch um einiges erweitern. Wir fuhren zudem eine komplett andere Route als am Vortag. Ich habe es absolut nicht bereut den zweiten Game Drive mitgemacht zu haben. Gegen 12 Uhr erreichten wir wieder die Lodge und ich konnte den Nachmittag zum Packen meiner Tasche und zur Feinplanung der kommenden Tage nutzen. Zum Abendessen besuchten wir zur Abwechslung das Etosha Safari Camp. Wer nicht ohnehin schon im Safari Camp übernachtet, sollte zumindest einmal den Weg von der Lodge in Kauf nehmen und einen Abend im Camp verbringen. Zugegeben, zu Fuß würde ich die 3 Kilometer nachts nicht unbedingt empfehlen, aber mit einem Auto ist das kein Problem. Im Camp angekommen, konnten wir bei Live Musik den letzten Abend ausklingen lassen.

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Etosha Safari Camp

Tag 8
Heute ginge es um 6.30 Richtung Otjiwarongo. Der Truck mit den Angestellten und uns kam gegen halb 11 an unserem Etappenziel an. Wir stiegen an einer Tankstelle aus und die Taxifahrern warteten bereits auf ihre Chance. Ein aufgeregter Haufen aus gute 10 Fahrern versuchte mit uns zu feilschen. Glücklicherweise übernahm Andreas, der Manager der Lodge, sofort die Verhandlungen und wählte einen der Fahrer aus. Ein paar der Fahrer versuchten weiterhin uns von ihren Fahrkünsten zu überzeugen, aber die Entscheidung stand fest. Der Fahrer, Andreas, eine weitere Angestellte der Lodge & wir zwei Praktikanten fuhren also nach Windhoek. Dort kamen wir auch 3 Stunden später bei der Zentrale von Gondwana an.

Damit endete die erste (und hoffentlich nicht letzte) Episode meiner Reisen zu den Lodges der Gondwana Collection.

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Die Etosha Safari Lodge (1) – ein Reisebericht

Teil 2

Tag 4
POA:
6 Uhr Aufstehen
6:30 Uhr Treffpunkt
ca. 7 Uhr Abfahrt Richtung Otjiwarongo
14 Uhr Abfahrt von Otjiwarongo Richtung Etosha Safari Lodge  

Zwar hatte unser Fahrer wohl verschlafen, aber wir konnten dennoch relativ pünktlich starten. Mit den Angestellten, die nun ihre freie Woche vor Sicht hatten, fuhren wir Richtung Outjo. Dort angekommen, stiegen wir auf einen anderen Truck und von da aus ging es nach Otjiwarongo, wo wir gegen 10 Uhr ankamen. Nun hieß es also sich bis 14 Uhr die Beine zu vertreten. Da es in Otji tatsächlich nicht all zu viel zu sehen gibt, entscheid ich mich dazu ein Café in der Nähe des Sammelpunktes aufzusuchen. Die Zeit verging schneller als gedacht und um 14 Uhr ging es dann wieder Richtung Outjo. Es wurden noch einige Lebensmitteln und sonstige Versorgungsgüter eingeladen. Die neuen Angestellten die in Otjiwarongo zugestiegen waren, deckten sich noch mit einigen Dingen ein, welche sie für ihre Zeit auf der Lodge benötigten. Voll beladen ging es dann endlich Richtung Etosha. Die aufziehenden Regenwolken kreuzten glücklicherweise nicht den Weg unseres Safariautos. Es wäre sonst etwas ungemütlich geworden. Gegen 18 Uhr kamen wir am Etosha Safari Camp an und luden einen Teil der Lebensmittel aus. Auch der Großteil der Angestellten stieg hier aus. Für uns Praktikanten sollte es weiter zur Etosha Safari Lodge gehen. Dort kamen wir auch wenig später an. Jetzt setzte auch der Regen langsam ein – gutes Timing. Wie bereits auf der Damara Mopane Lodge wurden wir vom Manager empfangen, den Angestellten vorgestellt und kurz durch das Hauptgebäude mit Küche, Essbereich & Aussichtsdeck geführt. Das Panorama (siehe oben) war wirklich kaum zu schlagen. Danach durften wir zu unseren Bungalows.

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Bereits beim Betreten fällt der erste Blick direkt auf die Fensterfront des Häuschens, von wo man eine wunderschöne Aussicht auf das tiefer liegende Umland der Lodge genießen kann. Der Bungalow verfügt über eine kleine Terrasse, ein großes Doppelbett & die entsprechende sonstige Möblierung für zwei Personen. Eine Besonderheit der Unterkunft ist definitiv die „Dusche“. Dem Safari-Thema entsprechend ist diese in Anlehnung an eine Außendusche konzipiert und nimmt quasi den kompletten Bereich um das Waschbecken im Badezimmer ein. Also ein ganzer Duschraum. Eine Außenduschen nur indoor – das hatte ich so auch noch nicht gesehen. Aber die Idee gefiel mir. Nachdem die Unterkunft in Augenschein genommen war, ging es wie (mittlerweile) gewohnt zum Buffet. Sowohl Service als auch das Essen und die Location an sich, waren hier mindesten genau so ausgezeichnet wie in der vorherigen Lodge. Generell ist die Lodge in Etosha mit ihren über 60 Einheiten etwas größer, sowohl auf die Kapazität an Betten, als auch auf die Fläche der Anlage bezogen. Die weitläufige Verteilung der Bungalows schützt die eigene Privatsphäre. Wenn man morgens vom Bett aus die ersten Sonnenstrahlen genießt, kann man wirklich auf den Gedanken kommen man wäre der einzige Gast der Lodge.

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Tag 5
Der fünfte Tag sollte ganz im Zeichen der Lodge stehen. Ich startete etwas später als sonst in den Tag, was den Nebeneffekt hatte, dass es nur eine Hand voll Frühstücksgäste zu diesem Zeitpunkt gab. Nach dem Frühstück sichtete ich die Fotos und rekapitulierte die letzten Tage. Die meiste Zeit verbrachte ich auf der Aussichtsplattform der Anlage – bei Weitem nicht der schlechteste Arbeitsplatz den man haben kann. So plätscherte der Tag vor sich hin und man traf sich abends wieder zum Buffet.

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Die Damara Mopane Lodge by Gondwana – ein Reisebericht

Nach einer knappen Woche geht es für mich auch schon für 7 Tage auf 2 der 17 Lodges, welche die Gondwana Collection mittlerweile umfasst. Um mir direkt ein besseres Bild von der Arbeit vor Ort auf den Lodges machen zu können werde ich also nun „Urlaub“ machen – auch nicht schlecht. Also schnell alles Nötige zusammensuchen:

•ein paar Sachen zum anziehen

•Sonnencreme (!)

•Wanderschuhe

•Proviant für die Pad (Weg)

•…

Tag 1:

Pünktlich um 9 Uhr (African Time) sollte es also losgehen. Sprich frühestens um 10 Uhr oder eben irgendwann im Verlaufe des Vormittags. Überraschenderweise kam noch eine neue Praktikantin dazu, um so besser! Als die Sonne dann im Zenit stand, setzten sich die Reifen des LKWs in Gang und unsere über 400km lange Fahrt begann. Der Fahrer des Transporters, Dennis, arbeitete bereits seit über 3 Jahren für Gondwana & war schon früh am Morgen nach Windhoek aufgebrochen. Da er die Strecke in der Woche mehrfach fahren darf, kannte er sie natürlich schon auswendig. Die Entfernung von jeder Stadt auf unserem Weg zur nächsten kannte er aus dem Effeff.
Es war beeindruckend die sonst so karge Landschaft nun mal in sattem Grün erstrahlen zu sehen. Manche der Flüsse führten sogar noch Wasser, was Dennis mehrfach mit Erstaunen bemerkte. 5 1/2 h und 2 Tankstops später fuhren wir durch das Eingangstor der Damara Mopane Lodge. Erst einmal angekommen wurden wir dem Staff vorgestellt & zu unseren Unterkünften gebracht. Die 60 Häuschen der Lodge sind im Halbkreis um den riesigen Pool der Anlage angeordnet. Vor der Veranda einer jeden Unterkunft liegt ein eigener Garten wo die unterschiedlichsten Gemüsesorten, Kräuter & Blumen angepflanzt werden. Die Häuser selbst sind modern und geräumig eingerichtet und lassen eigentlich keine Wünsche offen: eine große ebenerdige Dusche, ein breites Doppelbett, Klimaanlage & ein Safe in dem man auch gut Kamera + Laptop unterbringen kann. Es wird einem also ermöglicht die Zeit auf der Lodge auf eine sehr angenehme Art & Weise zu verbringen. Nachdem wir uns alle eingerichtet hatten, ging es auch schon zum Buffet & was soll ich sagen. Neben diversen Fleischgerichten gab es etliche Beilagen von denen eine besser als die andere schmeckte. Das täglich wechselnde Buffet am Abend wird zum größten Teil aus lokalen Zutaten zubereitet, aber beschränkt sich nicht nur auf diese. Es ist also für jeden Geschmack etwas dabei. Bei einem Getränk an der hauseigenen Bar oder auf der „Sundowner“-Plattform, die sich etwas erhöht am Hang eines Berges befindet, kann man den Abend perfekt ausklingen lassen. Gesagt – getan. Dann aber auch ab ins Bett. Für den nächsten Tag hatten wir eine Wanderung geplant und wollte noch los bevor es zu heiß wurde.

Tag 2:

Wir hatten uns auf 7.30 am Hauptgebäude verabredet. Auch das Frühstücksbuffet ließ keine Wünsche offen: von allen möglichen Müslizutaten, über handgemachte Brötchen zu den Klassikern wie Bacon & Eggs hat es an nichts gefehlt. Frisch gestärkt ging es dann also in den Busch. Der Trampelpfad zog sich durch das umliegende Buschland der Lodge. Glücklicherweise war der Trail recht gut beschildert, auch wenn wir ab und an etwas länger suchen mussten um die nächste Markierung ausfindig zu machen. Die gelben Pfosten waren auch von größter Bedeutung, da wir ohne sie komplett die Orientierung verloren hätten. Die naheliegende Erhebung an der sich auch der Aussichtspunkt für den Sundowner befindet, diente aber immerhin als weiterer Anhaltspunkt. Gleich zu Beginn konnten wir eine Springbokherde ausmachen, diese sollte uns aber während unserer Wanderung nicht nochmal begegnen. Wir brauchten für den Hiking Trail etwas mehr als eine Stunde und dieser sollte wohl eher als ausgedehnter Spaziergang angesehen werden. Den Rest des Tages konnten wir frei in der Anlage verbringen, da es in der Lodge selber nicht all zu viel zu tun gab. Am Abend gab es wieder ein opulentes Buffet. Dieses Mal mit Oryx Steak, Hühnerfleisch, Couscous, Gemüse & vielem mehr.

Tag 3:

Heute wollten wir noch die andere Strecke, die auf der Homepage der Lodge genannt wird, ablaufen. Dieses mal war das Ziel der kleine Berg direkt neben der Lodge. Ausgeschrieben waren 2-3 Stunden, was für den kleinen Aufstieg sehr viel erschien. Oben erstmal angekommen zog sich der Pfad aber noch ein gutes Stück, bis er an eine Stelle führte, wo sich ein schönes Panorama auftat. Auch wenn es wohl schon Sichtungen von Schlangen auf der Strecke gab, lohnt sich der kurze Aufstieg auf jeden Fall. Die Aussicht von ganz oben bietet natürlich nochmal einen besseren Blick auf die ganze Landschaft (auch wenn diese zugegebenermaßen recht monoton erscheint). Ich würde den Rundweg aber trotzdem jedem empfehlen der die Zeit erübrigen kann. Wir haben knapp 2 Stunden (ohne größere Pausen) benötigt & Schlangen haben wir auch keine gesehen. 🙂 Nach der Wanderung ging es zur Abkühlung erstmal wieder in den Pool. Da viele Gäste der Lodge Teil einer Reisegruppe sind und diese tagsüber in der Regel Programmpunkte abarbeiten dürfen, trifft man Mittags nicht all zu viele Touristen auf der Anlage. Trotzdem biete die Küche eine kleine Auswahl an Salaten und Hauptgängen an, um es sich auch mittags gutgehen zu lassen. Gegen Abend durften wir den Service bei der Essensausgabe unterstützen und kamen so auch mit einigen Gästen ins Gespräch. Diese berichteten von ihren Erfahrungen, welche sie bist dato auf ihrer Reise gemacht hatten. Viele planten bereits ihren nächsten Trip ins südliche Afrika. Ein Stop in Namibia durfte aber natürlich nicht fehlen. Bedingt durch einen aufziehenden Sturm fiel nach dem Essen zwischenzeitlich der Strom auf der Lodge aus und wie das nunmal so ist, wollte der Generator auch nicht anspringen. Wie die Managerin der Lodge mir am nächsten Morgen aber sagte, „seien es genau diese Momente, welche die Arbeit für sie hier so interessant machten. Man sei eben auf sich alleine gestellt, müsste selber aktiv werden und könne sich nicht immer auf Hilfe von außerhalb verlassen.“ Wir haben die Managerin Steffi als sehr freundliche, offene und zuvorkommende Person kennengelernt und können jedem nur empfehlen, wenn sich die Möglichkeit bietet, mit ihr ins Gespräch zu kommen.
So ging auch der (hoffentlich nur vorerst) letzte Tag auf der Lodge zu Ende.

TBC

Warum Namibia das perfekte Land für ein Praktikum ist.