Namibias grüner Daumen

Während meiner letzten Tour durch Namibia durfte ich zwei Lodges im Norden besuchen. Die Hakusembe River Lodge und eines der jüngsten Mitglieder der Gondwana Familie: Das Chobe River Camp.

Rundus versteckte Oase

Das erste Ziel für den knapp einwöchigen Trip sollte die Hakusembe River Lodge sein. Nahe Rundu gelegen bietet sich die Lodge als perfekter Ausgangspunkt für Touren in die Sambesi-Region. Von der Hauptstadt aus ist die Lodge in ein bisschen mehr als 7 Stunden zu erreichen. Direkt am Okavango gelegen,

ist es der ideale Ort um komplett ungestört von dem in Rundu herrschenden Trubel die Zeit genießen zu können. Gegen Abend kann man sich seinen Aufenthalt mit einem „Champagne Cruise“ versüßen.

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Der Champagne Cruise

Neben dem offensichtlichen Höhepunkt der Fahrt, gibt es auch allerlei aus der Tierwelt zu sehen. Neben Krokodilen und dem in der Region sehr bekannten Schreiseeadler gibt es jede Menge kleinerer Vögel und andere Flussbewohner zu bestaunen. Das nahegelegene „Living Museum“ bietet Besuchern zudem die Möglichkeit einen Einblick in die lokalen Bräuche und Riten zu bekommen. Von Hakusembe aus sind es „nur“ noch weitere 7 Stunden bis das Chobe River Camp erreicht war.

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Das Camp in den Fängen des Chobes

Wie der Name bereits vermuten lässt, liegt das Camp direkt am Chobe Fluss und damit auch in unmittelbarer Nähe zum Chobe Nationalpark. Das Camp selber besteht aus einem großen Hauptgebäude in dem sich das Restaurant und die Bar befinden, sowie 16 Zelt-Chalets.

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Eines der 16 Chalets im Chobe River Camp

Es gibt auch einen Campingplatz mit mehreren Stellplätzen, der ein paar Minuten zu Fuß entfernt liegt. Da man vom Sonnendeck des Camps bereits einen wunderschönen Blick auf den Park auf der anderen Flussseite hat, ist es auch der ideale Ausgangspunkt für Ausflüge in den Nationalpark. Mit etwas Glück kann man auch schon von hier ein paar Tiere am Ufer ausmachen. Wenn man nicht nur von der Veranda des Chaltes die Tiere in Botswana beobachten will, gibt es einige Möglichkeiten, etwas intensiver mit den Bewohneren des Nationalparkes in Berührung zu kommen. Da Botswana seinen lokalen Tourismus förden will, darf die Gondwana Collection keine eigenen Touren in den Nationalpark organisieren. Durch eine enge Kooperation mit einem lokalen Veranstalter können diese Touren dennoch angeboten werden.

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Chobe River Camp

Ich konnte an einer etwa 3 stündigen Safari teilnehmen und will ein paar Eindrücke hier festhalten:

Der Chobe Nationalpark

Der Chobe Nationalpark, erster seiner Art in Botswana, ist ein Paradies für Elefantenliebhaber. Es gibt sehr unterschiedliche Aussagen was die Zahl an Dickhäutern im Park angeht. Man muss sich aber wirklich sehr anstrengen, um während einer Rundfahrt kein Exemplar vor die Linse zu bekommen.

Direkt nach dem Mittagessen wurde ich von einem Fahrer am Camp abgeholt und wir starteten in Richtung Ngoma. (Der Grenzübergang liegt so nahe, dass man nachts vom Hauptgebäude der Lodge aus, in der Ferne die Lichter der Laternen auf der Brücke sehen kann.) Dann beginnt auch schon das Stempelsammeln: Formular ausfüllen für die Ausreise, abgeben, die leeren Blicke der Beamten weglächeln, Stempel, Überquerung der Brücke, Formular ausfüllen für die Einreise, Stempel, ganz wichtig: Schuhe desinfizieren (gegen die Maul- und Klauenseuche)  und schon ist man im Chobe National Park. Wenn es keine Warteschlange gibt, beläuft sich der gesamt Vorgang auf gute 20 Minuten. So macht Bürokratie Spaß. Über die Gewissenhaftigkeit der Passbearbeitung will ich an dieser Stelle jedoch kein Wort verlieren… Nachdem der Papierkram und natürlich das Desinfizieren erledigt war, trafen wir auf unseren Guide aus Botswana. Matthews führt schon seit über 3 Jahren Gruppen durch den Nationalpark und war dementsprechend auch gut informiert. Wie ich erst jetzt erfuhr war ich an diesem Tag der einzige Teilnehmer & so kam es zum durchaus ungewöhnlichen Guide : Touri Verhältnis von 2:1. Eine Privattour also… auch nicht schlecht.

Wir fuhren etwa eine halbe Stunde auf der Teerstraße bevor wir an eine Abzweigung gelangten. Von da an ging es auf einer sandigen Piste weiter. Es dauerte eine ganze Weile bis wir wieder das Ufer des Chobes erreichten. Der Plan war nämlich die Strecke parallel zum Chobe abzufahren, um möglichst viele Tiere sehen zu können. Und tatsächlich: Als wir das Dickicht wieder verließen und sich das Flussufer zeigte, passierten wir eine Herde Impalas. Kurz darauf mussten wir anhalten, da ein paar Giraffen unseren Weg kreuzten. Und so ging es dann weiter. Zebras grasten in einiger Entfernung am Flussufer. Wie bereits angekündigt waren auch viele Elefanten in der Gegend unterwegs. So viele hatte ich bis jetzt noch nirgendwo sonst auf meiner Reise gesehen. Unglaublich! So verging die restliche Zeit wie im Flug und pünktlich vor Grenzschluss (18 Uhr!) waren wir wieder (mit ein paar Stempeln mehr im Pass) auf der namibischen Seite des Chobes. Der namibische Guide Victor, welcher schon seit 10 Jahren Gruppen nach Botswana und Vic Falls begleitet, meinte zu mir, dass er bedingt durch die Stemplerei 4(!) Reisepässe pro Jahr benötigen würde. Er setzte mich noch kurz beim Camp ab und ich verabschiedete mich von ihm.

Am nächsten Morgen sollte es zu den Victoriafällen gehen!

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